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Weltblutspendetag
Blutspende-Bereitschaft im Abwärtstrend

Blutprodukte-Mangel trifft jeden

»Ein großer Teil der Bundesbürger ist mindestens einmal im Leben auf das Blut anderer angewiesen«: Darauf verweist wie die DGTI auch das Deutsche Rote Kreuz. »Nicht zuletzt vor dem Hintergrund der Tatsache, dass Blutprodukte nur eine kurze Haltbarkeit haben, werden in Deutschland täglich circa 15.000 Blutspenden benötigt. Gleichzeitig scheiden jedes Jahr durch das Erreichen der Altersbegrenzung oder eine Krankheit deutschlandweit rund 100.000 aktive Blutspender aus. Die wertvolle Ressource Blut geht jetzt schon regional oftmals zur Neige«, warnt der deutschlandweit größte Wohlfahrtsverband.

Das DRK versucht dem Negativtrend unter anderem durch das Angebot einer Blutspende-App entgegen zu steuern, die neben der bundesweiten Terminauflistung zugleich einen direkten Zugriff auf den digitalen DRK-Spenderservice mit individuellen Informationen zum persönlichen Spende-Status, zur optimierten Terminsuche und passenden Terminvorschlägen anbietet.

Der am 14. Juni international stattfindende Weltblutspendertag findet seit 2004 jährlich am Geburtstag des österreichischen Transfusionsmediziners Karl Landsteiner (1868-1943) statt, der als Entdecker des AB0-Systems der Blutgruppen gilt. Bis heute bilden seine Erkenntnisse die Grundlagen der modernen Transfusionsmedizin. 1907 wurde die erste, auf seinen Arbeiten basierende Bluttransfusion durchgeführt. 1930 erhielt Landsteiner den Nobelpreis für Physiologie und Medizin.

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