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Schlafstörungen

Besonderheiten des schlechten Schlafs im Alter

Start slow, go slow

Wenn die Verhaltensmaßnahmen nicht greifen, empfahl Dodel zunächst pflanzliche Kombinationspräparate einzusetzen. »Wenn das nicht ausreicht, beginnen wir in der Klinik mit 7,5 mg Mirtazapin«, sagte der Neurologe. Als Alternative nannte er Trazodon (25 bis 200 mg). Eine klare Absage erteilte er Amitriptylin. Das trizyklische Antidepressivum erzeuge aufgrund seiner cholinergen Nebenwirkungen Delir, Demenz und kognitive Störungen. »Amitriptylin ist ein hervorragendes Schlafmittel, aber nicht beim älteren Menschen«, sagte der Referent.

Als zweite Wahl kämen Melperon (25 bis 100 mg) und Pipamperon (40 bis 80 mg) zum Einsatz. Letzteres müsse aufgrund seiner langen Halbwertszeit vor 18 Uhr eingenommen werden, da sonst am nächsten Tag ein Hangover drohe. Die Z-Substanzen wie Zolpidem (10 mg) und Zopiclon (7,5 mg) verwendeten sie in der Klinik lediglich zur Behandlung kurzfristiger Schlafstörungen. Prinzipiell gelte die Devise: start slow, go slow.

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