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Kosten für Physiotherapie

Berlin erreicht Spitzenwert

Ein Report der zweitgrößten deutschen Krankenversicherung Barmer zeigt bei den Ausgaben für Physiotherapie starke regionale Unterschiede. Während sich etwa die Therapiekosten je Versichertem im Jahr 2017 in Bremen auf 54,74 Euro beliefen, waren sie in Berlin mit 89,45 Euro um satte 63 Prozent höher. Eine Ursache für die Differenz vermutet die Kasse im unterschiedlichen Verordnungsverhalten der Ärzte. Im Bundesschnitt betrugen die Ausgaben 68,33 Euro je Versichertem.
Julia Endris
17.01.2019
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Laut dem aktuellen Heil- und Hilfsmittelreport der Kasse stiegen die gesamten Aufwendungen für Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie sowie Podologie in den Jahren 2015 bis 2017 um 6 Prozent auf zuletzt 855 Millionen Euro. Bei Hilfsmitteln wie Rollstühlen, Krankenbetten oder Atemgeräten war der Zuwachs im selben Zeitraum demnach doppelt so hoch. Dieses Plus von 12,1 Prozent führt laut dem Report zu Ausgaben von 1,05 Milliarden Euro im Jahr 2017.

Auch in Zukunft würden die Kosten der Heil- und Hilfsmittel weiter steigen, teilte die Kasse mit. So schlugen im vergangenen Jahr bei den Krankenkassen bereits Preissteigerungen von über 15 Prozent zu Buche. Die geplanten Gesetzesänderungen im Terminservice- und Versorgungsgesetz sähen zudem eine Vereinheitlichung der Vergütungen für Physiotherapeuten auf dem bundesweit höchsten Niveau vor. Allein dadurch sei ein Kostenanstieg im dreistelligen Millionenbereich zu erwarten, betonte der Barmer-Vorstandsvorsitzende Christoph Straub.

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