| Daniela Hüttemann |
| 28.04.2026 09:00 Uhr |
Absolut indiziert sei eine Operation bei hochgradigen Lähmungen mit kurzzeitiger Symptomatik, Anzeichen für Wurzeltod, bei Blasenentleerungs- und Mastdarmstörungen. Dann sollte die OP innerhalb von 24 Stunden erfolgen. »Besteht die Symptomatik schon drei Tage oder länger, steht eine frühelektive OP an. Wir müssen aber dann dazu sagen, dass wir die Beschwerden damit nur lindern können und sich die Nerven nicht komplett erholen.«
Relative Indikationen für eine Operation sind das Versagen der konservativen Maßnahmen über zwei bis sechs Monate, die Größe/Lokalisation des Bandscheibenvorfalls oder eine nicht beherrschbare Schmerzsymptomatik. Hier sollte die Indikationsstellung für die OP eher streng sein. Auch Symptomatik und Bildbefund sollten zusammenpassen und mögliche Differenzialdiagnosen bedacht werden.