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Evidenz-Dilemma
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Bedenklicher Trend bei Zulassung von Krebsmedikamenten

Die Entwicklung neuer Krebsmedikamente gilt als eine der Erfolgsgeschichten der modernen Arzneimittelforschung. Zielgerichtete Therapien, Immuncheckpoint-Inhibitoren und Antikörper-Wirkstoff-Konjugate haben das therapeutische Arsenal erheblich erweitert. Allerdings deutet sich in den USA bei den Zulassungskriterien ein Trend zu Ungunsten bestmöglicher Evidenz an.
AutorKontaktTheo Dingermann
Datum 25.08.2026  18:00 Uhr

Patienten aufklären, was durch Studien bewiesen ist – und was nicht

Für die klinische Praxis folgt daraus vor allem eine Forderung nach mehr Transparenz. Eine Zulassung bedeutet nicht automatisch, dass ein Medikament nachweislich das Leben verlängert oder dessen Qualität verbessert.

Ärzte sollten deshalb mit Patienten präzise besprechen, was tatsächlich gezeigt wurde: ein längeres Gesamtüberleben, eine Verzögerung der Progression oder lediglich eine Tumorverkleinerung. Gerade bei Therapien mit erheblicher Toxizität, hohen Kosten oder beträchtlicher Belastung im Alltag wird die Qualität der Evidenz damit selbst zu einem zentralen Bestandteil des Shared Decision Making.

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