| Theo Dingermann |
| 25.08.2026 18:00 Uhr |
Für die klinische Praxis folgt daraus vor allem eine Forderung nach mehr Transparenz. Eine Zulassung bedeutet nicht automatisch, dass ein Medikament nachweislich das Leben verlängert oder dessen Qualität verbessert.
Ärzte sollten deshalb mit Patienten präzise besprechen, was tatsächlich gezeigt wurde: ein längeres Gesamtüberleben, eine Verzögerung der Progression oder lediglich eine Tumorverkleinerung. Gerade bei Therapien mit erheblicher Toxizität, hohen Kosten oder beträchtlicher Belastung im Alltag wird die Qualität der Evidenz damit selbst zu einem zentralen Bestandteil des Shared Decision Making.