Zwangsstörungen lassen sich nicht per se heilen, so das Portal »gesundheitsinformation.de«. Die Beschwerden lassen sich aber mit professioneller Unterstützung oft deutlich reduzieren, so dass ein normales Leben möglich ist.
Erste Anlaufstelle kann der Hausarzt sein. Die Diagnose erfolgt meist in einer psychotherapeutischen Praxis. Entscheidend für die Diagnose ist Fachverbänden zufolge, dass Zwangsgedanken und/oder Zwangshandlungen vorliegen, die mit einer deutlichen Beeinträchtigung im Leben verbunden sind und Leidensdruck hervorrufen.
Menschen mit Zwangsstörungen wird in der Regel eine Psychotherapie empfohlen, etwa in Form einer kognitiven Verhaltenstherapie. Also eine Therapie, die helfen kann, ungünstige Gedankenmuster zu erkennen und sich der auslösenden Situation Schritt für Schritt zu stellen. Jelinek zufolge ist es wichtig, dass die Therapeutin oder der Therapeut zu einer von Ordnungszwang betroffenen Person nach Hause geht und quasi vor Ort die psychische Störung behandelt.
Der Patient erfährt unter therapeutischer Begleitung, dass die gefürchtete Katastrophe ausbleibt und lernt die Angst zuzulassen und nicht durch Ordnungsrituale zu unterbinden. Das Gehirn lernt allmählich, dass die Situation ungefährlich ist. Auch Selbsthilfegruppen können Betroffenen Raum zum Austausch bieten.