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House of Pharma & Healthcare

Netzwerk nimmt Gestalt an

17.12.2013
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Von Verena Arzbach, Frankfurt am Main / Mit dem House of Pharma & Healthcare geht es voran: In Frankfurt am Main wurde in der vergangenen Woche der Trägerverein der hessischen Forschungsinitiative gegründet. Als interdisziplinäre Dialog- und Forschungsplattform will das Netzwerk Vertreter aus Politik, Industrie und Universität zusammenbringen.

Ziel ist das Vorantreiben gemeinsamer Ideen, die Entwicklung innovativer Produkte und Arzneistoffe sowie die Förderung des akademischen Nachwuchses. »Die Wertschöpfungskette von der Wirkstoffforschung über die Entwicklung eines Arzneimittels bis zu seiner Vermarktung soll wieder besser werden«, erläuterte Professor Jochen Maas, Forschungsgeschäftsführer von Sanofi Aventis, das Vorhaben. Professor Manfred Schubert-Zsilavecz, Vizepräsident der Frankfurter Goethe-Universität und einer der Initiatoren des Projekts, betonte den überregionalen Anspruch des Netzwerks: »Wir wollen die Kompetenz bündeln und Deutschland so als Pharmastandort international voranbringen.«

Neben den Universitäten Frankfurt, Gießen und Marburg beteiligen sich am House of Pharma & Healthcare Unternehmen aus der Pharmabranche sowie aus Diagnostik und Medizintechnik. Beteiligt sind auch Unternehmen, die ihren Sitz nicht in Hessen haben, beispielsweise die Firmen Bionorica und Pfizer.

 

Der Name des Netzwerks entstand in Anlehnung an das House of Finance an der Goethe-Universität und weitere hessische Projekte wie das House of Logistics and Mobility und das House of IT. Den ursprünglichen Titel House of Pharma habe man um den Zusatz Healthcare erweitert, da man auch die Expertise aus den Bereichen Gesundheitsversorgung und -vorsoge mit einbeziehen wolle, erklärte der hessische Wirtschaftsminister Florian Rentsch (FDP). So freute sich der Vorstand besonders über das Interesse einiger Vertreter von Patientenorganisationen, die bei der Gründungsveranstaltung anwesend waren.

 

Wichtig ist den Vorstandsmitgliedern auch die Integration kleiner und mittlerer Unternehmen. Diese profitierten durch den Kontakt zu Universitäten, Forschungseinrichtungen und großen Unternehmen besonders von dem Austausch im Netzwerk, war sich Maas sicher. Der nächste Schritt nach der Vereinsgründung ist nun die Bildung eines Projektmanagements, das im kommenden Jahr konkrete Aufgaben und Vorhaben entwickeln wird. /

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