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Wirtschaftsticker

19.12.2005
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Streit um Pflaster

Die US-amerikanische Zulassungsbehörde FDA muss in diesen Tagen über die Zulassung einer transdermalen Methylphenidat-Formulierung entscheiden. Die beiden Pharmafirmen Shire und Noven hatten für ihr Produkt Daytrana einen entsprechenden Zulassungsantrag gestellt. Mit dem ganztägig wirkenden Pflaster sollen hyperaktive Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren behandelt werden. Alle bisherigen Medikamente gegen Aufmerksamkeits-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) sind oral anzuwenden. Obwohl er den innovativen Ansatz des Produktes anerkannte, sprach sich der FDA-Wissenschaftler Robert Levin in seinem Gutachten für eine Ablehnung des Antrags aus. Bei Daytrana seien den eingereichten Untersuchungen zufolge nicht zu vertretende, über das Maß der oralen Applikation von ADHS-Präparaten hinaus gehende Nebenwirkungen zu erwarten. PZ

Ärzte kündigen Tarifvertrag

Die Ärzteorganisation Marburger Bund (MB) will ihren abgesagten Streik an kommunalen Krankenhäusern um bessere Vergütungen und Arbeitsbedingungen im Februar nachholen. Die Große Tarifkommission des MB beschloss nach einer Mitteilung vom Montag in Berlin, den Bundes-Angestelltentarifvertrag (BAT) zu kündigen. »Mit der Kündigung des BAT stellen wir eine klare Rechtssicherheit für Ärzte-Streiks in kommunalen Krankenhäusern her«,sagte MB-Chef Frank Ulrich Montgomery. dpa

Dopingprojekt fortsetzen

Trotz der geplanten Verlagerung der Forschungsabteilung von Jenapharm will das Unternehmen an seinem Forschungsprojekt über Doping im DDR-Sport festhalten. Jenapharm unterstütze nach wie vor eine Studie der Universität Jena mit einer Viertelmillion Euro, sagte Geschäftsführerin Isabel Rothe dem MDR. Dabei erforschen Historiker die Rolle der pharmazeutischen Industrie der DDR beim Doping. Erste Ergebnisse sollen bereits im kommenden Jahr vorgelegt werden. Der Mutterkonzern Schering will die Forschungsaktivitäten der Jenaer Firma in Berlin zentral integrieren. dpa

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