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10.12.2013  18:56 Uhr

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Grippe: Mehr Deutsche haben sich impfen lassen
PZ / Im Jahr 2012 haben sich fast 20 Millionen gesetzlich Versicherte gegen Grippe impfen lassen. Das waren rund 9 Millionen Menschen mehr als in den beiden Vorjahren, wie der GKV-Spitzenverband vergangene Woche mitteilte. Mit 14 Millionen Impfungen entfällt der Großteil demnach auf Versicherte ab 60 Jahren. Insgesamt haben die Krankenkassen dafür mehr als 134 Millionen Euro Honorarleistungen für Ärzte übernommen. Hinter dem starken Anstieg der Impfzahlen können vermehrte Impfaktionen in den Ländern stecken, vermutete der GKV-Spitzenverband gegenüber der PZ. Der Aufwärtstrend sei insgesamt in allen Bundesländern für das Jahr 2012 deutlich ausgefallen. Am häufigsten wurde im Osten geimpft, wo vergleichsweise viele ältere Menschen leben. Spitzenreiter dort ist Sachsen mit fast 60 Prozent geimpften Versicherten.

 

Leitbildkommunikation: Diskussion erwünscht
PZ / Vergangene Woche hat ABDA-Vize Mathias Arnold den Geschäftsführern der Mitgliedsorganisationen und den hauptamtlichen Öffentlichkeitsarbeitern in Berlin das Konzept zur Leitbildkommunikation vorgestellt. Zusammen mit der Münsteraner Agentur Cyrano präsentierte der Vorsitzende des PR-Ausschusses den geplanten Ablauf der Kommunikation. Wichtiger Bestandteil des Prozesses ist vor allem die frühe Integration der Basis. Neben moderierten Diskussionsrunden auf der Ebene der Mitgliedsorganisationen sollen sich die Apotheker unter anderem in einem passwort-geschützen Onlineforum mit Ideen und Kritik an der Bildung des Leitbildkonzepts beteiligen. »Wir wollen, dass möglichst viele Apotheker ihre Anregungen einbringen können«, so Cyrano-Geschäftsführer Alexander Springensguth. Im Frühjahr 2014 sollen die Ergebnisse der Diskussionen dann auf einem Leitbildkonvent zusammengefasst werden.

 

Singer lehnt Angebot für Celesio-Aktien ab
dpa /  Der US-Investor Paul Singer verstärkt sein Störfeuer in der geplanten Übernahme des Stuttgarter Pharmagroßhändlers Celesio. Singers Hedgefonds Elliott werde das Übernahmeangebot des US-Konzerns McKesson ablehnen, hieß es in einer Mitteilung am Dienstag. Das Angebot bewerte Celesio zu niedrig und sei nicht im Sinne der Aktionäre. Damit erhöht Elliott den Druck für die geplante Übernahme durch McKesson. Der US-Konzern will bis zum 9. Januar mindestens 75 Prozent der Celesio-Anteile einsammeln und bietet 23 Euro je Aktie. Ohne eine Einwilligung Singers dürfte McKesson die für die Übernahme gewünschten drei Viertel der Celesio-Anteile nun aber nicht mehr erhalten. Zwar hält McKesson inzwischen 50,01 Prozent, die der Mischkonzern Haniel abgegeben hat. Investor Singer hatte sich aber in den vergangenen Wochen den Zugriff auf weitere 25,16 Prozent der Anteile an dem deutschen Pharmagroßhändler gesichert. Als Alternative zu einem Verkauf sieht Elliott eine mögliche Aufspaltung Celesios. Auch als eigenständiges Unternehmen sei der Großhändler inzwischen auf dem Weg der Besserung. /

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