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13.12.2011  17:40 Uhr

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Patienten verärgert über Bürokratie

 

PZ / Die Versicherten ärgern sich über die wachsende Bürokratie in Apotheken und Arztpraxen. 78 Prozent der Bevölkerung haben das Gefühl, ihre Versorgung leide unter den aktuellen bürokratischen Anforderungen an Apotheker und Ärzte, da weniger Zeit für die eigentliche Beratung zur Verfügung steht. Das ergab eine Umfrage des Instituts für Handelsforschung (IfH) in Köln mit 1080 Teilnehmern. Beinahe jeder dritte Befragte ärgert sich so sehr, dass er sogar darüber nachdenkt, die Krankenkasse zu wechseln. 45 Prozent gaben an, sich zunächst einmal bei ihrer Kasse beschweren zu wollen.Durchschnittlich 90 Minuten täglich verbringen Apotheker mit Bürokratie wie der Auswahl des richtigen Rabattmedikaments oder der Prüfung von Betäubungsmittelrezepten. Dies hat laut IfH eine Untersuchung der Fachhochschule Münster ergeben. Bei den Ärzten sieht es noch schlimmer aus: Vier von fünf Medizinern verbringen täglich mindestens zwei Stunden mit Papierkram. Fast jeder Fünfte braucht sogar mehr als drei Stunden am Tag.

 

Koalition will Praxisgebühr ändern

 

dpa / Die schwarz-gelbe Koalition will 2012 die Praxisgebühr ändern, da sie nicht wie erhofft zu weniger Arztbesuchen führt. Allerdings liegen die Vorstellungen von Union und FDP noch deutlich auseinander: In der FDP will man über mehr Eigenverantwortung der Versicherten zu weniger Arztbesuchen kommen; in der Union ist eine Gebühr pro Arztbesuch im Gespräch. Die Ärzte kritisieren, jede Form der Praxisgebühr verursache höhere Bürokratiekosten als Einnahmen. Eine Möglichkeit wäre, statt der 10 Euro pro Quartal künftig bei jedem Arztbesuch eine Gebühr von bis zu 5 Euro zu erheben, wie die »Bild«-Zeitung berichtete. Die FDP lehnt dies ab und verweist darauf, dass dies die Position der Union sei. Ein Sprecher von Bundesgesundheits­minister Daniel Bahr (FDP) machte klar: »Überlegungen, die Praxisgebühr pro Arztbesuch zu erheben, stammen nicht aus dem Bundesgesundheitsministerium.«

 

SPD-Parteitag

 

PZ / Die ABDA setzt ihre Präsenz auf Bundesparteitagen fort. Nachdem sie ihren gemeinsamen Stand mit dem Behindertensportverband (DBS) auf der Bundesdelegiertenkonferenz der Grünen in Kiel aufgebaut hatte, war sie vom 4. bis 6. Dezember beim SPD-Parteitag in Berlin. Neben Kurt Beck und Peter Struck war auch Brigitte Zypries Gast am Stand und wurde von DBS-Präsident Friedhelm Julius Beucher und DAV-Vorstand Rainer Bienfait in die Technik des Handbikefahrens eingeweiht. 

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