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Arzneimittel

Suchmaschinen sagen Rückrufe voraus

07.12.2016  11:42 Uhr

Von Daniela Hüttemann / Ist etwas mit einer Arzneimittelcharge nicht in Ordnung, weiß das Internet es oft bereits einige Tage vor dem offiziellen Rückruf.

 

Das fand der israelische Forscher Elad Yom-Tov von Microsoft Research heraus. Denn wundern sich die Anwender über Abnormitäten bei ihren Medikamenten, fragen sie häufig zuerst das Internet, bevor sie es Apotheker, Arzt oder direkt den Behörden melden.

 

Ein Algorithmus könnte helfen, Probleme mit bestimmten Chargen schneller zu erkennen, so Yom-Tovs Hypothese. Dafür verglich der Forscher Millionen von Suchanfragen zu Medikamenten bei der Suchmaschine Bing im Jahr 2015 mit den offiziellen Rückrufen der US-Arzneimittelbehörde FDA. Tatsächlich zeigte sich häufig wenige Tage vor dem Rückruf ein Anstieg der Suchanfragen, vor allem bei verschreibungspflichtigen Medikamenten. Der Algorithmus könnte auch den Arzneimittelbehörden bei der Überwachung der Arzneimittelsicherheit helfen. /

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