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Hochsicherheitslabor in Marburg

05.12.2005
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Hochsicherheitslabor in Marburg

dpa / Mit dem Bau des bundesweit modernsten Hochsicherheitslabors will die Universität Marburg ihre Spitzenstellung in der Virenforschung ausbauen. Zur Untersuchung von tödlichen und hoch ansteckenden Viren soll die Einrichtung der höchsten Sicherheitsstufe bis 2007 für rund 10 Millionen Euro entstehen.

 

»Wir können nun endlich auch die neueste Technologie bei unseren Arbeiten an gefährlichen viralen Erregern anwenden«, sagte der Direktor des Instituts für Virologie, Professor Dr. Hans-Dieter Klenk, bei der Grundsteinlegung. In dem von Bund und Land gemeinsam finanzierten Labor sollen unbekannte Krankheitserreger möglichst schnell identifiziert und Medikamente zu ihrer Bekämpfung entwickelt werden. Das Hamburger Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin wird nach Hochschulangaben etwa zeitgleich mit der Marburger Universität ein ähnliches Labor in Betrieb nehmen. In Europa gebe es bisher nur in Stockholm und Lyon vergleichbare Einrichtungen.

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