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Bundesrat

Importförderung bleibt

30.11.2016
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Von Daniel Rücker / Der Bundesrat will an der Importquote festhalten. In der Sitzung des Plenums am vergangenen Freitag hat die Mehrheit der Bundesländer den Antrag aus Bayern abgelehnt, die sogenannte Importförderklausel zu streichen. Auch der Deutsche Apothekerverband fordert die Abschaffung der seit 2002 vorgeschriebenen Importquote.

 

Arzneimittelimporte gelten als ein Einfallstor für Arzneimittelfälschungen. Das hat die Bundesländer offenbar wenig beeindruckt. Nach § 129 SGB V Rahmenvertrag müssen Apotheker eine Quote von mindestens 5 Prozent des Arzneimittelumsatzes als Arzneimittelimporte an ihre Patienten abgeben. Voraussetzung dafür ist, dass der Import mindestens 15 Prozent und 15 Euro billiger ist als das deutsche Original.

 

Der Verband der Arzneimittelimporteure ist mit dem Votum des Bundesrates zufrieden. Es sei an der Zeit, nicht weiter gegen, sondern mit importierten Arzneimitteln Wirtschaftlichkeitsreserven zu erschließen. /

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