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30.11.2010  16:32 Uhr

Wirtschaftsaufschwung gewinnt an Stärke und Tiefe

 

PZ / Das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW) sieht einen Aufschwung »auf breiter Front« und erwartet im Jahr 2011 ein Wachstum von 2,3 Prozent. Das komme nicht nur durch Exporte zustande. Schon in diesem Jahr sei der Anstieg von rund 3,5 Prozent zu zwei Dritteln von der Inlandsnachfrage getragen worden, sagte IW-Direktor Michael Hüther am Montag in Berlin. Die Herbstumfrage des IW bei über 1800 Unternehmen in ganz Deutschland zeigt eine gute Lage. 58 Prozent der befragten Firmen berichteten, ihr Produktionsniveau liege über dem des Vorjahres. Für 2011 erwarten 55 Prozent der Unternehmen einen Produktionszuwachs. Nach der Normalisierung im laufenden Jahr stehe 2011 im »Zeichen der Normalität«, erklärte Hüther. Die Ergebnisse der IW-Herbstbefragung verdeutlichten, dass der Aufschwung weiter an Stärke, aber auch an Tiefe gewinne. Diese Entwicklung beträfe alle Wirtschaftsbereiche.

 

Merz rüstet sich für die Zukunft

 

PZ / Die Frankfurter Pharmafirma Merz baut vor für die Zeit nach Memantine, das im Jahr 2014 in Europa und 2015 in den USA den Patentschutz verliert. Bis 2018 will Merz vier Säulen etablieren, kündigte Dr. Martin Zügel, Sprecher der Geschäftsleitung, vorige Woche in Frankfurt am Main an. Schönheitsmedizin, Gesundheitsprodukte, medizinische Dermatologie und Spezialneurologie. Aktuell erwirtschaftet das Familienunternehmen noch rund die Hälfte seiner Erlöse mit dem Alzheimerpräparat Memantine. Für das aktuelle Geschäftsjahr 2010/11 stellte Zügel ein Umsatzplus von 15 bis 20 Prozent in Aussicht. Beim Ergebnis rechnet das Unternehmen mit einem leichten Rückgang. Gründe seien anhaltend hohe Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie Ausgaben für Marketing und Vertrieb. Im Geschäftsjahr 2009/10, das Ende Juni ablief, steigerte Merz dank seines Hauptmedikaments Memantine den Umsatz um 14,2 Prozent auf 673,5 Millionen Euro.

 

VSA hat zwei neue Vorstände

 

PZ / Mathias Arnold und Dr. Michael B. Vetter sind seit 1. Oktober 2010 Mitglieder des zehnköpfigen FSA-Vorstandes, der die Gesellschafterversammlung der VSA (Verrechnungsstelle Süddeutscher Apotheker) bildet. Sie sind für Monika Koch und Fritz Becker in dieses Gremium nachgerückt. Die beiden DAV-Vorstände hatten ihre VSA-Vorstandsämter wegen des Geschäftsmodells »Vorteil24« niedergelegt. Arnold und Vetter sind langjährige Mitglieder des VSA-Gesellschafterbeirats und auch mit berufspolitischen Dingen vertraut: Arnold ist Vorsitzender des Landesapothekerverbandes Sachsen-Anhalt und Vetter ist Vorstandsmitglied im Landesapothekerverband Baden-Württemberg.

 

Boehringer Ingelheim und Biotech-Firma f-star kooperieren

 

PZ / Der deutsche Pharmakonzern Boehringer Ingelheim hat mit dem Wiener Biotechnologie-Unternehmen f-star ein Kooperations- und Lizenzabkommen geschlossen. Ziel ist die gemeinsame Entwicklung von Arzneimitteln auf der Basis von Antikörpern. Die Vereinbarung habe ein potenzielles Gesamtvolumen von 1,26 Milliarden Euro, teilte f-star mit. /

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