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H1N1

Erste Mutationen entdeckt

24.11.2009
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dpa / In Norwegen und Großbritannien haben Ärzte verschiedene mutierte Schweinegrippe-Viren nachgewiesen. In beiden Fällen gehen die Mediziner derzeit aber nicht von einem erhöhten Gefahrenpotenzial aus.

In Großbritannien haben sich Menschen erstmals gegenseitig mit einer H1N1-Variante angesteckt, gegen die Oseltamivir nicht wirkt. Bei den fünf Patienten eines Krankenhauses in Wales handelt es sich nach Erkenntnissen der Gesundheitsbehörden um die weltweit ersten Fälle einer Übertragung eines solchen resistenten Erregers von Mensch zu Mensch. Zwar wurden der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bislang mehr als 50 Fälle von H1N1-Stämmen gemeldet, die gegen Oseltamivir resistent sind. Nach Informationen der nationalen Gesundheitsbehörde gab es bislang aber keine bestätigten Fälle einer Übertragung von Mensch zu Mensch. Die Behörde ging aber nicht davon aus, dass sich der Stamm aus Cardiff weit verbreiten wird. Der Erreger ist den Angaben zufolge nicht aggressiver als andere Grippeviren und könne zudem mit dem Mittel Relenza behandelt werden. Zwei Patienten hätten sich bereits erholt.

 

In Norwegen fand sich in zwei gestorbenen und einem schwer kranken Schweinegrippe-Patienten eine andere Variante des Erregers H1N1, die möglicherweise dazu führt, dass der Erreger tiefer in die Atemwege eindringen kann. Die Behörden gehen nach der Untersuchung 70 weiterer Erkrankter davon aus, dass sich das veränderte Virus derzeit nicht verbreitet: Bei ihnen fand sich der veränderte Erreger nicht. Es könnte sich bei den drei Betroffenen um eine spontane Mutation handeln, ergänzte das norwegische Institut für Gesundheit in Oslo. Die bisher üblichen Medikamente helfen auch gegen die mutierten Viren aus Norwegen, teile die WHO mit. Auch die vorhandenen Impfstoffe schützten vor den nun entdeckten H1N1-Viren. Die WHO ergänzte, dass die gleiche Mutation zuvor bereits in Brasilien, China, Japan, Mexiko, der Ukraine und den USA nachgewiesen wurde. »Obwohl weitere Untersuchungen laufen, gibt es derzeit keine Hinweise da­rauf, dass diese Mutationen zu einer ungewöhnlichen Zunahme der Zahl von H1N1-Infektionen oder einer größeren Zahl ernster oder tödlicher Erkrankungen führen«, hieß es weiter. Womöglich führe die Mutation aber dazu, dass das veränderte Virus tiefer in die Atemwege gelange, erklärte das norwegische Institut. /

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