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Supportivtherapie bei Magen-Darm- Erkrankungen

18.11.2015
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BAK / Bei Erkrankungen des Verdauungstrakts sind als Supportivtherapie je nach betroffenem Organ verschiedene Maßnahmen notwendig und sinnvoll. So stehen bei einer Schädigung der Mundschleimhaut neben der anti­mikrobiellen Prophylaxe lokal analgetisch und antiinflammatorisch wirksame Substanzen im Vordergrund.

 

Ist der obere Gastrointestinaltrakt entzündet, stehen Dopamin- und 5-HT3-Antagonisten sowie neuerdings auch Neuro­kinin-Rezeptorblocker zur Verfügung.

 

Erkrankungen des Darms können von zwei gegensätzlichen Phänomenen gekennzeichnet sein: Verstopfung und Durchfall. Die Behandlung der Verstopfung mit osmotisch oder chemisch wirksamen Präparaten sollte sich an der Ursache orientieren. Bei Durchfall muss eine supportive Therapie darauf abzielen, den drohenden Flüssigkeits- und Nährstoffverlust zu reduzieren und die Beschwerden zu lindern. Bei Krebspatienten können gleichzeitig mehrere Abschnitte des Verdauungstrakts durch die onkologische Therapie in Mitleidenschaft gezogen sein. Daher ist eine gezielte und ausgewogene Supportivtherapie zwingend erforderlich.

 

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts und der Leber sind Schwerpunktthema der Pharmacon-Fortbildungs­woche der Bundesapothekerkammer vom 17. bis 22. Januar 2016, die zum zweiten Mal im österreichischen Schladming stattfindet. Neben einem Vortrag zur Supportivtherapie bei Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts gibt es weitere spannende Vorträge und Seminare, zum Beispiel zur Medikationsanalyse. In einer berufspolitischen Diskussion werden aktuelle berufspolitische Themen mit Standesvertretern erörtert.

 

Der Pharmacon-Kongress ist im Rahmen des Fortbildungszertifikats von den Landesapothekerkammern anerkannt, sodass Teilnehmer Fortbildungspunkte sammeln können. Das komplette Programm, alle Informationen und die Online-Anmeldung finden Interessierte auf: www.pharmacon.de /

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