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Kindergesundheit

Kein Grund zur Sorge

19.11.2013  16:44 Uhr

Von Katja Egermeier / Den meisten Kindern in Deutschland geht es gut oder sehr gut. Das meldet das Robert-Koch-Institut (RKI) und beruft sich dabei auf die neue Kinder- und Jugendgesundheitsstudie (KiGGS Welle 1).

 

Etwa 16 000 Teilnehmer aus ganz Deutschland gaben hierfür Auskunft über gesundheitliches Wohlergehen, sportliche Betätigung, Unfallverletzungen, Allergien, Ernährung, Alkohol- und Tabakkonsum sowie die Nutzung von Bildschirmmedien. Auch die HPV-Impfquote wurde ermittelt.

 

Laut RKI bezeichnen 88 Prozent der befragten 11- bis 17-Jährigen ihren allgemeinen Gesundheitszustand als »gut« oder »sehr gut«. Bei den jüngeren Kindern lag dieser Wert sogar bei 94 Prozent; hier hatten die Eltern Auskunft darüber gegeben. Das ist nach Angaben des RKI eine Verbesserung gegenüber der KiGGS-Basiserhebung (2003 bis 2006) und ein »auch durch internationale Vergleichsdaten belegter positiver Trend«.

 

Bei den Allergien gaben 9 Prozent der Kinder und Jugendlichen an, in den letzten zwölf Monaten vor der Befragung von Heuschnupfen betroffen gewesen zu sein, 6 Prozent berichteten von Neurodermitis und 4 Prozent von Asthma, so das RKI. Hinsichtlich der HPV-Impfung sei erstmals ermittelt worden, wie viele Mädchen im Alter von 14 bis 17 Jahren gegen die Viren geimpft sind: 53 Prozent seien mindestens einmal und 40 Prozent dreimal und somit vollständig gegen HPV immunisiert. Zusammenfassend stellt das RKI fest, dass bei den gesundheitlichen Risikofaktoren generell deutliche soziale Unterschiede festzustellen sind.

 

Die »Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland« ist Teil des langfristigen Gesundheitsmonitorings des RKI und wird regelmäßig durchgeführt. Die KiGGS-Basiserhebung von 2003 bis 2006 war die erste deutschlandweit durchgeführte Studie zu Gesundheit von Kindern und Jugendlichen. Die aktuelle Broschüre mit allen weiteren Ergebnissen ist unter www.rki.de/kiggs abrufbar. /

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