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19.11.2012
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USA: Starker Anstieg der Diabetes-Fälle

 

PZ / Die Zahl der Diabetes-Erkrankungen bei Erwachsenen ist in den vergangenen 15 Jahren in den USA dramatisch angestiegen. Dies ist das Ergebnis einer Studie der Centers for Disease Control and Prevention (CDC), die nun in der Zeitschrift der CDC publiziert wurde (MMWR, 61(45); 918-921). Ihr zufolge stieg die Prävalenz in den Jahren von 1995 bis 2010 in 42 der 50 Bundesstaaten um mindestens die Hälfte, in 18 Staaten verdoppelte sie sich sogar. Im Durchschnitt betrug der Anstieg 82,2 Prozent. Besonders stark betroffen ist der Süden des Landes: In Oklahoma beispielsweise verdreifachte sich die Diabetes-Prävalenz bei den Über-18-Jährigen seit 1995. Insgesamt leiden in den USA geschätzte 18,8 Millionen Menschen unter diagnostiziertem Diabetes und weitere 7 Millionen Menschen unter noch unerkanntem Diabetes. Die höchste Erkrankungs-Rate weist der Staat Mississippi mit 11,7 Prozent auf, gefolgt von Alabama mit 11,3 Prozent und Tennessee mit 10,6 Prozent. Die niedrigste Prävalenz haben Alaska (6 Prozent) und einige Staaten im mittleren Westen. Insgesamt sind 8,4 Prozent der US-amerikanischen Erwachsenen betroffen. In Deutschland ist die Situation auch nicht viel besser. Hier beträgt die Prävalenz derzeit 9,7 Prozent, heißt es im Deutschen Gesundheitsbericht Diabetes 2013. Etwa 300 000 Menschen erkranken jedes Jahr neu, sagte Professor Dr. Stephan Matthaei, Präsident der Deutschen Diabetes Gesellschaft auf deren Herbsttagung in Berlin.

 

Vitamin E schützt nicht vor Alzheimer

 

PZ / Das Antioxidans Vitamin E schützt nicht vor milder kognitiver Beeinträchtigung (MCI) oder Alzheimer-Demenz. Zu diesem Schluss kommt eine Metaanalyse der Cochrane Dementia and Cognitive Improvement Group, die nun in der Cochrane-Library veröffentlicht wurde (doi: 10.1002/14651858.CD00 2854.pub3). Da freie Radikale vermutlich an der Pathogenese von Alzheimer-Demenz beteiligt sind, galt der Radikalfänger Vitamin E schon seit Längerem als mögliche Therapieoption. Bestärkt wurde dies durch Beobachtungen aus Tierversuchen, Grundlagenforschung und epidemiologischen Untersuchungen. Um die Wirksamkeit von Vitamin E bei Alzheimer oder MCI zu überprüfen, führten Forscher um Nicolas Farina eine Literaturrecherche zu dieser Fragestellung durch. Sie identifizierten drei doppelblinde, randomisierte und placebokontrollierte Studien mit alpha-Tocopherol, die ihren Qualitätskriterien genügten. Ihrer Analyse zufolge stellt die Supplementation von Vitamin E keine Therapieoption dar. Eine Effektivität sei nicht hinreichend bewiesen, zudem gebe es Hinweise aus anderen Studien, dass Vitamin E in hohen Dosen möglicherweise zu schweren Nebenwirkungen führen und die Mortalität erhöhen kann. Die Studienlage sei sehr dünn, so die Autoren. Weitere Studien mit unterschiedlichen Formen von Vitamin-E-Supplementationen seien nötig, um eine Wirksamkeit zu belegen. /

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