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Patientenbeauftragter kritisiert Aufzahlungen

23.11.2010  17:39 Uhr

PZ / Der Patientenbeauftrage der Bundesregierung, Wolfgang Zöller (CSU), rät Patienten, nicht ohne Not für ein Arzneimittel in der Apotheke aufzuzahlen. Immer mehr Versicherte müssten eine Aufzahlung leisten, weil der Preis des ihnen verordneten Präparates oberhalb des Festbetrages liege.

Dabei gebe es oft preiswertere Medikamente ohne Aufzahlung. Zöller: »Viele Patientinnen und Patienten berichten, dass sie Aufzahlungen leisten müssen, weil die Medikamente, die zum Festbetrag erhältlich sein sollen, nicht lieferbar sind. Es ist nicht hinnehmbar, dass Patienten gezwungen werden, hohe Aufzahlungen für ihre Medikamente zu leisten, obwohl ein bestimmter Anteil der Medikamente zum Festbetrag erhältlich sein muss. Ich fordere daher alle Beteiligten auf, sicherzustellen, dass Medikamente auch vor Ort zum Festbetrag zu bekommen sind. »

 

Sollte dies nicht möglich sein, müsse darüber diskutiert werden, ob die Krankenkasse diese Kosten übernehmen könne. Es dürfe nicht sein, dass Patienten die Mehrkosten tragen, weil die Versorgung der aufpreisfreien Medikamente nicht flächendeckend sichergestellt sei. In jedem Fall müssen die Patienten informiert werden und frei wählen können, ob sie ein Medikament zum Festbetrag nehmen oder eine Aufzahlung leisten wollen. /

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