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Medizinticker

20.11.2006
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Geburt nicht verzögern

Ärzte warnen angesichts des minutengenauen Starts des neuen Elterngeldes in der Nacht zum 1. Januar 2007 vor künstlichen Verzögerungen von Geburten. »Selbst Tausende Euro sind es nicht wert, dass man die Gesundheit des Kindes gefährdet«, sagt der Präsident des Berufsverbands der Frauenärzte, Christian Albring. Theoretisch könnten Mittel wie Wehenhemmer oder Magnesium die Geburt aufschieben. Es sei aber gefährlich, ohne ärztliche Aufsicht Magnesium als Wehenhemmer zu nehmen. Die Leber baue Magnesium nur langsam ab. Dadurch könnten Probleme bei der Entbindung entstehen, die eventuell einen Kaiserschnitt nötig machen. Hilfreicher seien ein paar Verhaltenstricks, sagte der Frauenarzt. »Entscheidend ist absolute Ruhe.« Wehen fördernd wirkten dagegen heißes Baden, Sex, schweres Heben oder Reiben am Oberbauch. dpa

Linse gegen Augenleiden

Gleich mehrere Augenleiden auf einmal soll eine neuartige Kunststofflinse lindern. An der Universitäts-Augenklinik in Heidelberg ist eine solche Linse weltweit erstmals einer Patientin mit grauem Star eingesetzt worden. Die Plexiglaslinse ermögliche scharfes Sehen in der Nähe und der Ferne und gleiche außerdem wegen ihres besonderen Schliffs eine starke Hornhautverkrümmung aus, teilte die Klinik mit. Die etwa 50-jährige Patientin hatte an starker Weitsichtigkeit, Alterssichtigkeit, Hornhautverkrümmung und grauem Star gelitten. Durch den Einsatz der beiden winzigen Plexiglaslinsen sei ihre Sehfähigkeit auf fast 80 Prozent gesteigert worden. dpa

GBE-Heft Tuberkulose

Die Tuberkulose, an der in Deutschland vergangenes Jahr über 6000 Menschen neu erkrankten, ist Thema des neuen GBE-Heftes (Nummer 35) des Robert-Koch-Instituts. Es bietet einen Überblick über Krankheitsbild, Verbreitung, Übertragungswege, Risikofaktoren, Therapie, Folgen für Gesundheit und Lebensqualität, Versorgungsstrukturen, Kosten und Perspektiven. Das Heft ist kostenlos beim RKI erhältlich und auch unter www.rki.de abrufbar. PZ

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