Pharmazeutische Zeitung online
Porträt

Philipp Daniel Merckle

22.11.2005  18:06 Uhr

Ratiopharm

Porträt: Philipp Daniel Merckle

von Heidi Ossenberg, Ulm

 

Philipp Daniel Merckle ist ein Familienmensch. Mit seiner Frau und fünf Kindern lebt der promovierte und approbierte Apotheker in Blaubeuren (Alb-Donau-Kreis).

 

Dort ist er gemeinsam mit seinen drei Geschwistern auch aufgewachsen. Der 39-Jährige hat vor sechs Jahren erstmals im milliardenschweren schwäbischen Familienunternehmen Verantwortung übernommen: 1999 übergab ihm sein Vater Adolf Merckle den Bereich Forschung und Entwicklung im vom Großvater gegründeten pharmazeutischen Unternehmen Merckle GmbH. Später kamen weitere Bereiche hinzu. Seit August hat Merckle die Gesamtverantwortung für die weltweit agierende Ratiopharm-Gruppe.

 

Auf den ersten Blick scheint der schlanke, fast zurückhaltend freundlich wirkende Philipp Merckle kein klassischer Cheftyp zu sein. Doch seit er sich ­ für die Öffentlichkeit überraschend - am vergangenen Donnerstag vom bisherigen Ratiopharm-Chef Claudio Albrecht getrennt hat, scheint klar zu sein, dass auch er etwas von der Durchsetzungsfähigkeit seines Vaters haben muss: Adolf Merckle ist in der Vergangenheit häufig für sein strategisches Strippenziehen bekannt geworden ­ zuletzt im Sommer dieses Jahres, als er den Baustoffkonzern HeidelbergCement übernahm.

 

Philipp Merckle spricht über seine Mitarbeiter mit großem Respekt: »Sie sind unser höchstes Gut und Stärke.« Für das familienfreundliche Klima ist der Konzern, der 2004 mit weltweit mehr als 5300 Mitarbeitern einen Umsatz von 1,46 Milliarden Euro erwirtschaftete, bekannt.

 

In diesem Sommer eröffnete Ratiopharm einen Betriebskindergarten auf dem Ulmer Firmengelände, über den der sich zum Christentum bekennende Chef sagte, er sei ein »wesentlicher Mosaikstein innerhalb der Unternehmenskultur«.

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