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Online-Sucht

Größtes Risiko sind digitale Rollenspiele

14.11.2016  14:52 Uhr

dpa / Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung hat vor der Suchtgefahr von Smartphones, Tablets oder Computern gewarnt. »Den digitalen Reizen zu widerstehen, fällt vielen Menschen in unserem Land, ja weltweit, schwer«, sagte Marlene Mortler (CSU) bei einer Konferenz zu Internet- und Computerspielabhängigkeit in Berlin.

 

Zwischen 500 000 und 600 000 Menschen in Deutschland sind älteren Schätzungen zufolge von Online-An­geboten abhängig. Vor allem unter den Jüngsten ent­wickelt sich das Problem rasant: Die Zahl der Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren, die auf krankhafte Weise nicht ohne Internet auskommen können, habe sich nach Angaben der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung seit 2011 fast verdoppelt, sagte Mortler. »Wir brauchen eine gesunde Online-Offline-Balance. Wir müssen Herr bleiben über die digitalen Angebote: Wir müssen sie steuern, nicht sie uns.«

 

Die größte Suchtgefahr bei Computerspielen geht dabei offenbar von Online-Spielen aus. Sie seien die häufigste Ursache für Internetsucht, sagte Bert te Wildt von der Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie des LWL-Universitätsklinikums Bochum. Ein besonders hohes Suchtpotenzial haben demnach Rollenspiele und Stra­tegiespiele, die sich mit vielen Mitspielern in den »un­endlich großen Weiten des Internets verlieren«, so der Mediziner. /

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