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eGK

Linke fordert Aufklärung

12.11.2014
Datenschutz bei der PZ

Von Yuki Schubert / Die Linksfraktion will von der Bundesregierung wissen, ob die künftige Anwendung der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) wie das E-Rezept oder die medizinische Patientenakte eine Onlinespeicherung oder eine Speicherung an anderer Stelle als im Computer der Leistungserbringer erforderlich machen.

 

Gesundheitsdaten seien zunehmend das Ziel von Hackerangriffen, da ihr Verkauf besonders hohe Gewinne verspreche, heißt es in einer sogenannten Kleinen Anfrage der Linken. Gerade diese hätten bei einer zentralen oder online-basierten Speicherung leichtes Spiel.

Der Geschäftsführer der Gematik, Professor Arno Elmer, hatte beim diesjährigen Deutschen Ärztetag zwar erklärt, dass es keinen zentralen Server gebe, da die eGK ein reines Vernetzungsprojekt sei. Die Daten blieben genau da, wo sie sind, also in der Arztpraxis oder in der Klinik. Ihr gegenüber habe die Gematik jedoch geäußert, dass auch Fachanwendungen in Planung seien, die eine zentrale Speicherung erforderlich machen würden, heißt es bei der Linksfraktion. Sie drängt daher auf Aufklärung durch die Bundesregierung.

 

Außerdem will die Linke wissen, wie die eGK für eine Arzneimitteltherapie-Sicherheitsprüfung einen umfassenden Überblick über alle verordneten oder selbst erworbenen Medikamente liefern kann, wenn es keine zentrale Speicherung gibt. In diesem Fall würden schließlich die verordneten oder empfohlenen Medikamente nur auf den Rechnern der einzelnen behandelnden Ärzte verbleiben und seien meist nicht 24 Stunden am Tag online verfügbar. /

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