Pharmazeutische Zeitung online

Vivesco will Dedendo doch nicht

12.11.2013
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Von Ev Tebroke  / Das Bestell- und Liefermodell Dedendo wird nicht wie geplant von der Apothekenkooperation Vivesco übernommen. Das bestätigte ein Vivesco-Sprecher auf Anfrage der Pharmazeutischen Zeitung.

 

Demnach kam es bei den Verhandlungen über die Ausgestaltung des Konzepts zu keiner Einigung. Der zu Alliance Healthcare gehörende Apotheken-Verbund werde aber auch weiterhin mit der Dedendo GmbH zusammenarbeiten, so der Sprecher.

 

Nachdem Mitte des Jahres einer der drei Gesellschafter von Dedendo, die Mediengruppe ProSiebenSat.1, ausgestiegen war, hatte Vivesco die Übernahme des Portals geprüft. Vor allem bei der Ausgestaltung und Umsetzung der Software-Lösung konnte aber offenbar kein gemeinsamer Nenner gefunden werden. »Die Verhandlungen sind nun gescheitert«, sagte der Vivesco-Sprecher. »Wir freuen uns aber auf eine weitere Zusammenarbeit.« Jetzt sei es an Dedendo, den Dienst weiterzuentwickeln. Nach Angaben von Vivesco machen derzeit rund 1100 Apotheken bei Dedendo mit. Die bundesweit agierende Lieferdienstplattform für Apotheken-Produkte ist als Gegenentwurf zu den Versandapotheken im März dieses Jahres an den Markt gegangen. Stationäre Apotheken sollten damit auch Online-Nutzer ansprechen können, die über das Internet ihre Arzneimittel bestellen. Diese sollten dann von der Offizin-Apotheke beliefert werden. Nach Ansicht von Rechtsexperten bewegen sich Internet-Vertriebsplattformen wie Dedendo allerdings in einer rechtlichen Grauzone. /

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