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Wissenschaftsrat

Mittelmäßige Noten für das BfArM

05.11.2014  09:48 Uhr

Von Annette Mende / Gut in der Arzneimittelaufsicht, ausbau­fähig in der Forschung: So lautet kurz gefasst das Urteil des Wissenschaftsrats über das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM).

Das wissenschaftliche Beratergremium der Bundesregierung hatte die oberste Arzneimittelbehörde Deutschlands kürzlich zum zweiten Mal nach 2004 begutachtet und veröffentlichte jetzt das Ergebnis dieser Prüfung sowie da­raus abgeleitete Empfehlungen. Darin loben die Mitglieder des Wissenschaftsrats das BfArM dafür, dass es seine Aufgaben des Gesundheitsschutzes der Bevölkerung sowie der Zulassung, Risikoerfassung, -bewertung und -abwehr von Arzneimitteln sehr kompetent wahrnimmt.

Nicht ganz so zufrieden zeigen sie sich dagegen mit der Forschungstätigkeit am Institut: Diese sei noch nicht intensiv genug und zu breit gefächert, auch lasse die Kooperation einzelner Projekte untereinander zu wünschen übrig.

 

Das BfArM verfüge aufgrund seiner einzigartigen Daten und Informationen über sehr gute Voraussetzungen für Forschung etwa im Bereich der Pharmakovigilanz, -epidemiologie und -genomik. Diese gelte es, besser zu nutzen. Auch könnten durch eine engere Zusammenarbeit mit dem Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) Synergien geschaffen werden. Bereits in seiner ersten Evaluation vor zehn Jahren hatte der Wissenschaftsrat mehr Forschung am BfArM angemahnt. Dieses begann allerdings erst im Jahr 2012 mit dem Aufbau eines eigenen Forschungsbereichs. Dadurch sei wertvolle Zeit verloren gegangen, so der Wissenschaftsrat. /

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