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Dopamin macht ängstlich

03.11.2008  11:08 Uhr

Dopamin macht ängstlich

PZ / Je mehr Dopamin in einer bestimmten Hirnregion aktiv ist, desto ängstlicher reagiert ein Mensch, haben Forscher der Berliner Charité herausgefunden. Dazu zeigten sie Probanden Bilder, die negative, positive oder neutrale Emotionen auslösen sollten und beobachteten die Reaktion im Kernspintomografen. Die Stärke der Aktivität im Mandelkern war dabei stets abhängig von der Menge des vorhandenen Dopamins, berichten die Wissenschaftler um Professor Dr. Andreas Heinz und Dr. Thorsten Kienast in der Fachzeitschrift »Nature Neuroscience« (Doi: 10.1038/nn.2222). Der Mandelkern (Amygdala) ist eine Hirnregion, die wesentlich an der Entstehung von Angst beteiligt ist. »Je mehr Dopamin vorhanden war, desto mehr Angst verspürten die Probanden beim Anblick der Bilder«, sagte Kienast. Die Forscher hoffen, dass mithilfe ihrer Erkenntnisse gezielte Therapien für verhaltensgestörte Patienten entwickelt werden können.

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