Pharmazeutische Zeitung online
Digitale Zukunft

Rezepte per App einlösen

30.10.2017
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Von Katja Egermeier, Darmstadt / »Vieles wird in Zukunft für Patienten einfacher sein. Mit dieser Feststellung präsentierte Hessens Sozialminister Stefan Grüttner (CDU) vergangene Woche zwei Projekte des Apothekenrechenzentrums ARZ in Darmstadt: die elektronische Rezeptsammelstelle und Apojet, eine Smartphone-App für Apothekenkunden.

 

Vor allem für Regionen mit eingeschränktem öffentlichen Nahverkehr und für ältere Patienten hob Grüttner die Vorteile der digitalen Neuerungen hervor. »Ohne Digitalisierung werden wir es nicht schaffen, insbesondere in ländlichen Gebieten die Versorgungssicherheit zu gewährleisten.«

 

Apojet soll es Kunden mit Smartphone ermöglichen, Medikamente digital in ihrer Stammapotheke zu bestellen sowie Informationen über Lieferbarkeit und Abholstatus zu erhalten. Geplant ist, dass der Patient künftig die App beispielsweise über einen QR-Code mit seiner Stammapotheke verbindet. Seine Arzneimittelbestellung kann er dann per Rezeptfoto, Sprach- oder Textnachricht übermitteln. Beim Apotheker angekommen, soll es dann dessen Aufgabe sein, zu überprüfen, ob das bestellte Arzneimittel vorhanden ist. Dem Patienten soll der Pharmazeut im Anschluss den entsprechenden Status wiederum per Apojet mitteilen.

 

Aber auch für Patienten ohne Smartphone soll das Einreichen eines Rezepts über die elektronische Rezeptsammelstelle vereinfacht werden. Hierbei werde ein Rezept in eine Art Briefkasten eingelegt, der die Daten dann an die Apotheke übermittelt. Diese stellt das Arzneimittel bereit oder übergibt es direkt an den Botendienst. »Das spart Zeit und sichert die Versorgung«, so Grüttner. Der Nutzen für den Patienten sei jedoch auch immer unter dem Aspekt der Datensicherheit zu betrachten. »Und auch das leistet diese App«, betont er. /

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