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EU will strikte Grenzwerte für Chemikalien

19.10.2016  09:39 Uhr

dpa / Die EU-Staaten wollen Millionen Menschen am Arbeitsplatz besser vor krebserregenden Stoffen schützen.

 

Die Arbeits- und Sozialminister der Länder einigten sich in Luxemburg darauf, dass für 13 Chemikalien neue oder geänderte Grenzwerte gelten sollen. Der EU zufolge soll diese Regelung bis zum Jahr 2050 bis zu 100 000 Todesfälle verhindern.

 

Zu den gefährlichen Stoffen zählt etwa Quarzfeinstaub, der im Bergbau oder bei Tunnelbohrungen entsteht. Laut EU-Angaben kommen etwa 5,3 Millionen Arbeitnehmer in Kontakt mit dem Staub. Auch vor Staub, der bei Holzarbeiten anfallen kann, soll es besseren Schutz geben. Europaweit betrifft dies rund 3,3 Millionen Menschen.

 

Krebs ist nach EU-Angaben die häufigste arbeitsbedingte Todesursache in der Europäischen Union. Die geplante Richtlinie sei daher ein wichtiger Schritt dagegen, sagte der slowakische Arbeitsminister Jan Richter, der derzeit den Vorsitz der Ministerrunde hat. Über die vorgesehene Neuregelung muss nun noch das Europaparlament befinden. Es könnte im kommenden Februar zustimmen. /

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