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Woche des Sehens

Alarmzeichen am Auge

11.10.2017
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PZ / Bei welchen Beschwerden man sofort einen Augenarzt aufsuchen sollte, erklärt der Berufsverband der Augenärzte anlässlich der Woche des Sehens vom 8. bis zum 15. Oktober. Folgende Alarmzeichen sollten Betroffene keinesfalls ignorieren.

Bei einem plötzlichen Verlusts des Sehvermögens oder auch bei einer plötzlichen Sehverschlechterung ist ein Arztbesuch indiziert. Denn eine mögliche Ursache ist der Verschluss eines Blutgefäßes im Auge. Wenn überhaupt eine Behandlung möglich ist, sollte sie so früh wie möglich einsetzen. Ist ein Arterienverschluss die Ursache, kann dies ein Warnsignal sein, dass es in der nächsten Zeit zu einem Arterienverschluss im Gehirn, einem Schlaganfall kommen kann – auch deshalb ist eine gründliche Untersuchung unbedingt notwendig, rät der Berufsverband der Augenärzte in einer Pressemitteilung.

 

Starke Augenschmerzen sollten auch nicht ignoriert werden, denn sie können auf einen akuten Glaukom­anfall hinweisen. Er muss schnellstmöglich behandelt werden, um eine Erblindung zu verhindern.

 

Auch das Wahrnehmen von farbigen Ringen um Lichtquellen kann ein Symptom für einen Glaukomanfall sein, bei dem plötzlich der Druck im Augeninneren enorm ansteigt. Auch hier sollte der Augenarzt aufgesucht werden.

 

Das Wahrnehmen von Lichtblitzen kann ein Warnsignal für den Beginn einer Netzhautablösung sein und eine Laserbehandlung oder eventuell sogar einen chirurgischen Eingriff erfordern. Bei einem »Rußregen« rieseln schwarze Flocken von oben nach unten durch das Gesichtsfeld. Dies kann darauf hindeuten, dass es zu einer Blutung im Augeninneren gekommen ist, die dringend abgeklärt werden muss.

 

Ein Arztbesuch ist auch nötig, wenn Patienten plötzlich Doppelbilder sehen. Dies kann verschiedene Ursachen haben, unter anderem können Entzündungen in der Augenhöhle, ein Schlaganfall oder Tumore dahinter stecken.

 

Auch starke Rötungen des Auges, die nicht rasch von selbst zurückgehen, sollten abgeklärt werden, da sie zum Teil auch auf ernste Entzündungen zurückgehen können, die das Sehvermögen bedrohen.

 

Auch nach Unfällen, die »ins Auge gehen«, sollten Betroffene nicht abwarten. Dazu zählen Fremdkörper im Auge, Verätzungen und Verbrennungen sowie Verletzungen durch einen Schnitt, Stoß oder Schlag. Selbst wenn es zunächst scheint, als wäre die Verletzung oberflächlich und »nicht so schlimm«, lässt sich das Ausmaß der Verletzung erst bei einer fachkundigen Untersuchung in der Augenarztpraxis feststellen. Generell rät der Verband, den Arztbesuch bei Augen- und Sehproblemen nicht zu lang hinauszuzögern und davon unabhängig regelmäßig zu Kontrollen zu gehen. Dabei seien auch Augenerkrankungen erkennbar, die sich schleichend entwickeln und vom Patienten nicht sofort wahrgenommen werden, aber bereits behandelt werden sollten. /

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