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Lehrkräfte für längere PTA-Ausbildung

07.10.2015
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Von Christina Müller / Mehr als zwei Drittel der Lehrkräfte plädieren für eine Verlängerung der Ausbildung zum pharmazeutisch-technischen Assistenten (PTA) von zweieinhalb auf drei Jahre. Das geht aus einer Umfrage des Bundesverbands PTA (BVpta) hervor, an der 116 Lehrer an deutschen PTA-Schulen teilnahmen. Nötig sind aus Sicht der Ausbilder demnach vor allem eine Entzerrung des Lehrplans sowie das Ergänzen zeitgemäßer Inhalte.

Gut 68 Prozent befürworten eine Verlängerung des schulischen Teils der PTA-Ausbildung um ein halbes Jahr. Derzeit absolvieren PTA eine zweijährige theoretische Ausbildung und machen anschließend ein halbes Jahr Praktikum in einer Apotheke.

 

Laut BVpta würde auch ein Großteil der Skeptiker einer Verlängerung zustimmen, wenn die Finanzierung gesichert wäre. Hier sieht die Verbandsvorsitzende Sabine Pfeiffer die Politik und die ABDA in der Pflicht. »Wir appellieren an die Vertreter aus der Gesundheitspolitik und Apothekerschaft, ihre Positionen zu überdenken und endlich die Weichen für bessere Ausbildungsbedingungen für PTA zu stellen«, sagte sie.

 

Auch die Apotheker könnten Pfeiffers Ansicht nach von einer entsprechenden Reform profitieren. Durch gut ausgebildetes Fachpersonal würden diese stärker entlastet. Die finanzielle Unterstützung der teilweise vom Aus bedrohten PTA-Schulen durch Bund und Länder könnte den dringend benötigte Fachkräfte-Nachwuchs in den Apotheken sichern, so Pfeiffer. Von der ABDA erhofft sie sich künftig deutlich mehr Rückendeckung. »Für eine Ablehnung des dreijährigen Ausbildungskonzepts durch die ABDA gibt es keine Rechtfertigung«, sagte sie. /

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