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Warnung vor Konzernen

07.10.2008
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Warnung vor Konzernen

dpa / Vor einer zu starken Ökonomisierung des Gesundheitswesens zulasten der Patienten haben die Mediziner- und Apothekerverbände in Schleswig-Holstein gewarnt. Als Beispiele nannten ihre Spitzenvertreter in Kiel die Übernahme von Arztpraxen durch Klinikkonzerne, den Verkauf von Arzneimitteln in Drogerie-Discountern und die Rabattverträge zwischen Herstellern und Kassen bei Medikamenten.

 

Es zeichne sich ab, dass in erster Linie profitorientierte Konzerne die Versorgung bestimmen werden, kritisierten die Verbände am Rande des ersten Heilberufetages im Land. Für die Apothekerkammer forderte deren Präsident, Holger Iven, sofort den Verkauf von Arzneimitteln in Drogeriemarkt-Ketten einzustellen. Außerdem gefährde das Rabattsystem die Gesundheit besonders älterer Patienten mit mehreren Krankheiten. »Viele Rabattmedikamente sind nicht sofort lieferbar«, sagte Iven. Da Lieferengpässe bei Antibiotika besonders problematisch seien, müssten diese aus den Rabattverträgen ausgeschlossen werden.

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