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Hantavirus-Infektionen nehmen zu

10.10.2006  15:40 Uhr

Hantavirus-Infektionen nehmen zu

dpa / Die Zahl der Hantavirus-Erkrankungen bei Menschen ist nach Erhebungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) im vergangenen Jahr deutlich gestiegen. 2005 sei die Zahl mit bundesweit 448 gemeldeten Fällen mehr als doppelt so hoch gewesen wie im Schnitt der vier Vorjahre, berichtet das RKI im »Epidemiologischen Bulletin 40« (Seite 341).

 

Der Grund für die gestiegene Zahl der vor allem von Mäusen übertragenen Infektion ist laut RKI, dass es 2005 einen »Mäuseboom« gab, weil es im Vorjahr ein Nahrungsüberangebot für die Nager gegeben hatte. Die Infektion verläuft je nach Erregertyp unterschiedlich schwer: Die in Deutschland verbreitete Variante löst meist eine leichte Form der Erkrankung aus. Die Sterberate liegt bei unter 10fProzent. Wegen des zunächst unspezifischen Krankheitsbildes mit Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen geht das RKI jedoch davon aus, dass die tatsächliche Fallzahl deutlich höher ist als die gemeldete.

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