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Konservierungsstoffe

Neue Grenzen in Kosmetika

01.10.2014  09:53 Uhr

Von Anna Hohle / Die Europäische Kommission hat die erlaubte Höchstkonzentration von zwei Konservierungsstoffen in Kosmetika begrenzt. Alle Kosmetikprodukte, die nach dem 16. April 2015 in den Handel kommen, dürfen die Ester Propylparaben und Butylparaben nur noch in einer Konzentration von maximal 0,14 Prozent enthalten. Bislang galt eine Grenze von 0,4 Prozent bei einzelner Verwendung beziehungsweise 0,8 Prozent bei der Verwendung mit anderen Estern.

 

Nicht abspülbare Präparate zur Anwendung im Windelbereich von Kindern unter drei Jahren dürfen die beiden Substanzen künftig überhaupt nicht mehr enthalten, da »der dichte Verschluss der Windel ein stärkeres Eindringen des Stoffes in die Haut ermöglicht«, heißt es in einer Pressemitteilung der Kommission. So wolle man den Schutz insbesondere von Säuglingen und Kleinkindern verbessern.

 

Außerdem hat die Behörde die Verwendung der Biozide Methylchloroisothiazolinon (MCI) und Methylisothiazolinon (MI) in nicht abspülbaren Kosmetika verboten. »Diese Maßnahme zielt auf die Senkung des Risikos von Hautallergien«, so die Kommission. Abspülbare Produkte wie Shampoos und Duschgele dürfen die Stoffe weiter in einer Höchstkonzentration von 0,0015 Prozent enthalten, wobei das Verhältnis von MCI zu MI bei 3:1 liegen muss. Auch diese Regelung gilt für alle Präparate, die nach dem 16. April in den Handel kommen.

 

»Konservierungsstoffe in Kosmetika sind sinnvoll, weil sie dafür sorgen, dass die Produkte, die wir täglich verwenden, frei von Krankheitserregern sind«, sagte der EU-Kommissar für Verbraucherpolitik, Neven Mimica. Infolge der nun beschlossenen Regeln könnten die Verbraucher sicher sein, dass ihre Kosmetika unbedenklich sind. Erst Anfang 2014 hatte die EU-Kommission die Verwendung von Isopropylparaben, Isobutylparaben, Phenylparaben, Benzylparaben und Pentylparaben in neuen Kosmetika verboten. /

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