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Ab 2014 gilt nur noch die EGK

01.10.2013  18:05 Uhr

Von Yuki Schubert / Ab 2014 können ärztliche Leistungen nur noch bei Vorlage der neuen elektronischen Gesundheitskarte (EGK) in Anspruch genommen werden. Darauf haben sich der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und die Kassenärztliche Bundesvereinigung verständigt.

Damit verlieren die seit 1995 von den Kassen ausgegebenen Krankenversichertenkarten ihre Gültigkeit unabhängig von dem auf der Karte bescheinigten Ablaufdatum.

 

95 Prozent der Versicherten nutzen bereits die elektronische Gesundheitskarte. Einige Versicherte müssen sich nun beeilen, um den neuen Kassenausweis noch bis Ende des Jahres zu erhalten. Sie sollten nach Aussage des GKV-Spitzenverbands schnellstmöglich ein Foto bei ihrer Krankenkasse einreichen, damit diese die EGK noch rechtzeitig aushändigen können.

 

Versicherte ohne elektronische Gesundheitskarte werden ab Januar 2014 bei einer ärztlichen Behandlung jedoch nicht abgewiesen. Sie können innerhalb von zehn Tagen nach der Behandlung einen gültigen Versicherungsnachweis nachreichen. Nach Ablauf dieser Frist ist der Arzt allerdings berechtigt, dem Versicherten die Kosten privat in Rechnung zu stellen. Diese Kosten erstatten die Kassen nur dann, wenn der Patient bis Ende des Quartals einen entsprechenden Versicherungsnachweis vorlegt.

 

Linken-Gesundheitsexpertin Kathrin Vogler äußerte sich kritisch zur einheitlichen Umstellung auf die EGK. »Die Krankenkassen wollen im Eilverfahren alle Versicherten zwingen, eine elektronische Gesundheitskarte zu beantragen. Dabei stehen viele Versicherte der eCard skeptisch gegenüber, und das aus guten Gründen«, sagte sie. Schließlich koste das IT-Projekt viele Milliarden Euro und gefährde den Schutz sensibler Patientendaten. /

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