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DAT-Eröffnung

»Wir stellen uns der Verantwortung«

29.09.2009
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Die Rede des Präsidenten der ABDA, Heinz-Günter Wolf, finden Sie in voller Länge hier.

 

Kommentar: Keine Wahlfreiheit

In den Grußworten der Politiker während der Eröffnungsveranstaltung zum Deutschen Apothekertag spiegelte sich der Bundestagswahlkampf deutlich wider. Jeder versuchte, noch unentschlossene Apothekerinnen und Apotheker mit schönen Versprechungen und Streicheleinheiten für sich beziehungsweise für seine Partei zu gewinnen. Demokratie zeichnet sich durch die freie Wahl einer Partei aus.

 

Sieht man auf das Gesundheitswesen, zeigt sich ein vollkommen anderes Bild. Die Freiheiten der Heilberufe und der Patienten werden immer weiter eingeschränkt. Der Arzt wird durch Leitlinien gehindert, seine Patienten individuell zu behandeln. Rabattverträge reduzieren die Auswahlmöglichkeiten der Apotheker bei Arzneimitteln extrem. Das kann man als ersten Schritt in die Einheits- oder Staatsmedizin interpretieren. Von Wahlfreiheit kann weder beim Arzt, noch beim Apotheker oder Patienten die Rede sein. Wenn sich nach der Wahl daran nichts ändert, wird man die Politiker an ihre Versprechungen auf dem Apothekertag erinnern müssen.

 

Professor Dr. Hartmut Morck

Chefredakteur

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