Pharmazeutische Zeitung online
Arbeitskreis 2

Der pharmazeutische Kompass

29.09.2009
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Kommentar: Ein gutes Zeichen

Zu viel Bürokratie behindert die Arbeit der Apotheker. Ausbaden müssen dies auch die Patienten. Diese Erkenntnis aus dem zweiten Arbeitskreis erleben die meisten Apotheker Tag für Tag in ihrer Apotheke. Viel Zeit geht dabei drauf, für die Patienten nach den richtigen Rabattarzneimitteln oder nach Importen zu fahnden und dann den Patienten auch noch zu erklären, warum die Packung und womöglich auch die Tabletten nicht so aussehen wie beim letzten Mal. Zeit, die fehlt, um dem Patienten die Anwendung seiner Arzneimittel noch besser zu erklären. Zeit, die die Politik den Apotheker zurückschenken könnte, wenn sie wenigsten die unsinnigsten Regulierungen abschaffen würde. Doch die Politik schert sich bislang nicht darum. Es ist deshalb ein gutes Zeichen, dass die Apotheker in Anträgen einige der wichtigsten bürokratischen Zeitfresser deutlich benannt und Lösungen vorgeschlagen haben. Klare Mehrheiten gab es dafür, die Rabattverträge praxisgerechter zu gestalten, die Importverpflichtung in eine Soll-Regelung umzuwandeln und den bürokratischen Aufwand generell abzubauen. Würden diese Forderungen umgesetzt, wäre dies ein erster Schritt in die richtige Richtung. Ob die Politik ihn macht, bleibt freilich ungewiss. Sie redet bislang lieber über Bürokratieabbau als ihn in Angriff zu nehmen.

 

Daniel Rücker

Stellvertretender Chefredakteur

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