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Lebenserwartung steigt weiter

01.10.2007
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Lebenserwartung steigt weiter

dpa / Noch feiern nur wenige Menschen ihren 100. Geburtstag, doch im 22. Jahrhundert könnte dies nach Ansicht von Rostocker Bevölkerungswissenschaftlern Normalität sein. Die Lebenserwartung der Menschen in den Industriestaaten werde weiter um zwei bis drei Jahre pro Dekade steigen, prognostizierten Forscher des Max-Planck-Instituts für demografische Forschung und der Universität Rostock in einer Studie. Dies belegten auch Zahlen des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden. Demnach sei die Lebenserwartung für neugeborene Jungen im vergangenen Jahr um fast fünf und für Mädchen um dreieinhalb Monate gestiegen. Derzeit liegt die Lebenserwartung in Deutschland bei 76,6 Jahre für Jungen und 82,1 Jahren für Mädchen. Wie alt ein Mensch werden könne, entscheide schon die Ernährung der Mutter während der Schwangerschaft, sagte die Demografin Gabriele Doblhammer-Reiter. Sie bestimme das Risiko für bestimmte Alterskrankheiten mit. Später spielten die soziale und finanzielle Lage, Bildung und Lebensstil die entscheidende Rolle. Die Gene wirkten sich vermutlich nur zu 25 Prozent auf die Lebenserwartung aus.

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