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12.09.2018
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Innovationsfonds: Geld für Leitlinien gefordert

 

PZ / Medizinische Leitlinien sollten mit Geld aus dem Innovationsfonds des Bundes gefördert werden. Das hat die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) verlangt. Die dort organisierten Fachgesellschaften entwickeln seit mehr als 20 Jahren Leitlinien, immer häufiger solche der höchsten Klasse S3. Bislang arbeiteten die zuständigen Fachleute größtenteils ehrenamtlich, erklärte die Organisation. Es entstünden jedoch immer höhere Kosten für Recherchen, Evidenzbewertungen oder die Nutzung von Datenbanken. »Leitlinien definieren den Goldstandard der Versorgung«, betonte die Leiterin des AWMF-Instituts für medizinisches Wissensmanagement, Ina Kopp. Mit Geld aus dem Innovationsfonds könne man sie weiterentwickeln. Dann wären etwa neue Leitlinien in laienverständlicher Sprache möglich oder solche, die auf die Bedürfnisse spezieller Bevölkerungsgruppen wie Kinder und multimorbide Menschen eingehen. Der Innovationsfonds ist beim Gemeinsamen Bundesausschuss angesiedelt und fördert neue, innovative Versorgungsformen sowie die Versorgungsforschung.

 

Versandverbot-Petition: Quorum fast erreicht

 

PZ / Spätestens zum Apothekertag Mitte Oktober in München wird das Quorum für die Onlinepetition zum Rx-Versandverbot wahrscheinlich erreicht sein. Davon geht der Initiator der Aktion, Apotheker Christian Redmann, aus. Zwar habe die Petition, die er Anfang Mai dieses Jahres gestartet hatte, nicht wie erhofft binnen vier Wochen die erforderlichen 50 000 Stimmen eingebracht, sagte Redmann der Pharmazeutischen Zeitung. »Aber das zweite Ziel – 50 000 zum Apothekertag – sehe ich in greifbarer Nähe.« Zum jetzigen Zeitpunkt verzeichnet die Aktion knapp 49 000 Unterstützer. Wenn die nötige Menge an Unterschriften erreicht ist, will Redmann sein Gesuch an den Petitionsausschuss des Bundestags übergeben. Das passiert spätestens Anfang November. Im Oktober 2016 hatte der Europäische Gerichtshof die Arzneimittelpreisbindung für ausländische Versandapotheken aufgehoben. Lokale Apotheker sehen sich seitdem einem gefährlichen wirtschaftlichen Nachteil gegenüber dem Onlinehandel ausgesetzt.

 

Am 25. September ist Welt-Apotheker-Tag

 

PZ / Apotheker in aller Welt begehen am 25. September den World Pharmacists Day, also den Welt-Apotheker-Tag, indem sie Aktionen organisieren, die auf die Rolle der Apotheker zur Verbesserung der Gesundheit aufmerksam machen. In diesem Jahr steht der World Pharmacists Day unter dem Motto »Apotheker: Deine Experten für Arzneimittel«. Das Thema verdeutliche, dass Apotheker eine vertrauenswürdige Quelle für Wissen und Beratung seien – »nicht nur für Patienten, sondern auch für andere Gesundheitsberufe», erklärt Carmen Peña, die bis vor Kurzem amtierende Präsidentin des Weltapothekerverbands FIP war. Das in vielen Ländern fixe Datum geht auf den Gründungstag des FIP zurück. Unabhängig davon wird der deutsche Tag der Apotheke jedes Jahr am 7. Juni begangen. Die ABDA ruft diesen Aktionstag seit 1998 aus, um auf den Stellenwert der öffentlichen Apotheken als Instanz im Gesundheitswesen und die Bedeutung des apothekerlichen Heilberufs für die Arzneimittelversorgung aufmerksam zu machen. /

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