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Kokosöl

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29.08.2018
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dpa / Kokosöl erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Die Medizinerin Professor Dr. Karin Michels hatte kürzlich eine heftige Diskussion um Vor- und Nachteile des Öls angestoßen. In einem Vortrag mit dem Titel »Von Kokosöl und anderen Ernährungsirrtümern« hatte die Direktorin des Instituts für Prävention und Tumorepidemiologie am Uniklinikum Freiburg das Lebensmittel als »das reine Gift« bezeichnet und vom Konsum abgeraten.

 

Die auf der Videoplattform YouTube veröffentlichten Äußerungen seien auf große Resonanz und sehr emotionale Kritik gestoßen, sagte ein Sprecher des ­Klinikums.

 

Ernährungsexperten empfehlen einen zurückhaltenden Konsum von Kokosöl. Das aus dem Nährgewebe von Kokosnüssen hergestellte Pflanzenfett enthalte viele gesättigte Fettsäuren, sagte die Sprecherin der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, Antje Gahl, der Deutschen Presseagentur (dpa).

Diese stellten eine Gesundheitsgefahr dar. Sie steigerten unter anderem das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Kokosöl habe zu Unrecht ein positives Image, sagte Gahl der dpa. Die Aussagen von Michels seien pointiert, aber in der Sache korrekt.

 

Mehrere internationale Studien belegten das Gesundheitsrisiko, das von Kokosöl ausgehe. Dennoch profitiere das exotische Fett vom Trend zu internationaler sowie veganer und vegetarischer Küche. Es werde im Handel immer häufiger nachgefragt. Wer Kokosöl gelegentlich zum Kochen nutze, müsse sich keine Sorgen machen, sagte Ernährungswissenschaftlerin Gahl. Häufig verwendet, sei es jedoch schädlich.

 

Dass Kokosöl beim Abnehmen helfe, wie es die Werbung suggeriere, sei schlicht falsch, so Gahl. Besser als Kokosöl sind demnach Pflanzenöle wie Raps-, Soja, Oliven-, Sonnenblumen- oder Leinöl. Diese enthielten ungesättigte Fettsäuren und seien daher weniger bedenklich. /

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