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Wussten sie schon, dass ...?

31.08.2016
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<typohead type="2" class="wusstensie">...Medizintouristen Deutschland lieben?</typohead type="2">

Von Jennifer Evans / Ein Urlaub in Europa dient nicht nur der Erholung, sondern ist gleichzeitig die Gelegenheit, sich gründlich durchchecken zu lassen. Mit Platz 6 liegt Deutschland auf der weltweiten Beliebtheitsskala bei Medizintouristen weit vorn, wie aus dem sogenannten Medizintourismus-Index 2016 des International Healthcare Research Center hervorgeht. In der Kategorie »medizinische Qualität« landete die Bundesrepublik sogar auf Rang 2, gleich hinter Israel.

 

Gemessen an den jährlichen Reiseausgaben der Bevölkerung kommen die meisten Medizintouristen aus China und den USA. Das ergab eine aktuelle Erhebung zur globalen Tourismusentwicklung des Kreditkartenanbieters Visa und des Wirtschaftsprognose-Unternehmens Oxford Economics. Demnach gaben die Chinesen 2015 für medizinische Behandlungen im Ausland eine Summe von rund 122,5 Milliarden Euro aus, bei den US-Amerikanern waren es etwa 90,3 Milliarden Euro. Besonders Check-ups bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Krebs sollen nachgefragt sein. Experten gehen davon aus, dass der Bedarf an medizinischer Qualität Hand in Hand mit Chinas steigendem Reichtum geht, weil der neue Wohlstand auch Zivilisationskrankheiten mit sich bringt.

 

Der Trend wird sich weiter verstärken: Die Auswertungen prognostizieren für 2025 einen Ausgabenanstieg bei Auslandsreisen von 86 Prozent in China, in den USA von 33 Prozent. Für die behandelnden Ärzte dürfte diese Entwicklung ein Segen sein, denn die Touristen zahlen hierzulande auf eigene Rechnung – wie Privatpatienten. /

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