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Landtagswahl in Sachsen

Wenig Apotheke im Programm

27.08.2014  09:44 Uhr

Von Anna Hohle / Am Sonntag ist Landtagswahl in Sachsen. Seit Wochen werben die verschiedenen Parteien um die Gunst der Wähler, auch mit Themen aus dem Gesundheitsbereich. Apotheker spielen in den verschiedenen Wahlprogrammen aber kaum eine Rolle.

Gesundheit ist kein großes Thema In den Parteiprogrammen zur Landtagswahl in Sachsen am kommenden Sonntag. Entsprechend selten liest man hier etwas zum Thema Apotheken. Lediglich die FDP betont, diese müssten auch in Zukunft »für alle Sachsen in zumutbarer zeitlicher und räumlicher Entfernung zur Verfügung stehen«. 

 

Die flächendeckende Versorgung müsse gesichert bleiben, so die Liberalen. Auch plädieren sie für die Freiberuflichkeit von Heilberuflern und den Erhalt des von der Schließung bedrohten Instituts für Pharmazie an der Universität Leipzig: »Zur Ausbildung des pharmazeutischen Nachwuchses brauchen wir den Fortbestand der universitären Apothekerausbildung in Sachsen«, heißt es im Programm.

 

Die CDU verspricht in ihrem Wahlprogramm, sich in ländlichen Regionen für regelmäßige Apothekersprechstunden starkzumachen. »Wir wollen in den kleinen Ortschaften zentrale Anlaufpunkte schaffen und fördern«, so die Partei. An diesen Orten sollten wichtige Dienstleistungen etwa von Post, Geldinstituten oder Bibliotheken zusammengeführt und eben Apothekersprechstunden eingerichtet werden. Wie genau diese Sprechstunden organisiert werden sollen, schreibt die Partei nicht.

 

In den Wahlprogrammen von SPD und Linken kommen Apotheken gar nicht vor. Die sächsischen Grünen nennen sie lediglich im Zusammenhang mit dem Schutz von Böden und Gewässern. Diese würden unter anderem durch Rückstände von Medikamenten verunreinigt. »Wir fordern, dass für nicht verbrauchte Medikamente die Rücknahmepflicht seitens der Apotheker wieder eingeführt wird«, so die Grünen. /

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