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27.08.2013
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Bahr will PKV für alle öffnen
PZ/dpa / Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) will allen Bürgern Wahlfreiheit zwischen einer Privaten und einer Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) eröffnen. »Ich möchte, dass alle Menschen selbst entscheiden können, wie und wo sie sich versichern wollen. Das ist meine Vision. Notwendig ist, dass jeder die Grundleistung versichert hat«, sagte der Minister der »Rhein-Zeitung«. In der Konsequenz würde dieser Vorschlag bedeuten, dass die Versicherungspflichtgrenze kippen würde. Derzeit dürfen sich nur Bürger mit einem Bruttojahreseinkommen von mindestens 52 200 Euro privat krankenversichern. Außerdem sollen nach Bahrs Vorstellungen künftig alle Versicherten eine Rechnung von ihrem Arzt bekommen. Bislang ist dies nur in der Privaten Krankenversicherung (PKV) Pflicht. Christian Zahn, Vorsitzender des Verbandes der Ersatzkassen, kritisierte Bahrs Vorstoß. Eine freie Wahl zwischen GKV und PKV würde der Gesetzlichen Krankenversicherung die Finanzierungsbasis entziehen. Diese beruhe schließlich auf einem «Ausgleich zwischen einkommensstarken und einkommensschwachen Mitgliedern», so Zahn.

 

Neuer Geschäftsführer bei Teva Deutschland
PZ / Bei Teva Deutschland wechselt die Geschäftsführung. Wie das Unternehmen bekanntgab, wird zum 1. Oktober Markus Leyck Dieken neuer General Manager. Damit ist er für die gesamten deutschen Marketing- und Vertriebstätigkeiten in den Bereichen Generika, innovative und frei verkäufliche Arzneimittel mit den Hauptmarken Teva und Ratiopharm verantwortlich. Sein Vorgänger Sven Dethlef, der das Unternehmen fünf Jahre geleitet hat, wechselt innerhalb des Konzerns nach Israel. Bei Teva Global Operations ist er nach Unternehmensangaben zukünftig weltweit für die Produktion und die Lieferkette zuständig.

 

Präventionsgesetz vor dem Aus
PZ / Das lang geplante Präventionsgesetz der Bundesregierung wird höchstwahrscheinlich am Widerstand des Bundesrats scheitern. Wie die Hamburger Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» (FAZ) sagte, planen die SPD-geführten Länder, das Gesetz am 20. September in den Vermittlungsausschuss zu verweisen. Damit wäre das Gesetz gescheitert, da es nicht vor der Bundestagswahl am 22. September verabschiedet würde. Die Oppositionsparteien hatten von Beginn an gegen das von Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) initiierte Präventionsgesetz gestimmt. Ihnen geht Bahrs Entwurf in vielen Punkten nicht weit genug. Weder die enthaltenen Vorgaben zur Prävention noch die Regelungen zur Bekämpfung der Korruption im Gesundheitswesen seien ausreichend, sagte Prüfer-Storcks laut FAZ. Auch der rheinland-pfälzische Gesundheitsminister Alexander Schweitzer (SPD) nannte das Präventionsgesetz in seiner jetzigen Form «nicht sachdienlich». Die darin vorgeschlagenen Sanktionen gegen korrupte Ärzte im Sozialgesetzbuch V seien nicht ausreichend, um kriminelles Verhalten zu bekämpfen. Stattdessen müssten Regeln gegen Bestechung im Strafrecht verankert werden. Um dies zu gewährleisten, hatten die Bundesländer zuletzt angekündigt, einen eigenen Gesetzentwurf zur Bekämpfung von Korruption im Gesundheitswesen in den Bundestag einzubringen. /

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