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Weniger Kliniken, mehr Patienten

19.08.2015  09:52 Uhr

dpa / Die Zahl der Krankenhäuser in Deutschland sinkt weiter. Gleichzeitig werden in den Klinken mehr Patienten behandelt. Sie bleiben kürzer, die Bettenauslastung sinkt.

 

Im vergangenen Jahr gab es 1980 Kliniken, 16 weniger als 2013, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden vergangene Woche mitteilte. 1994 hatte es noch 2337 Krankenhäuser im Land gegeben. Rund 19,1 Millionen Patienten wurden im vergangenen Jahr stationär behandelt, 1,9 Prozent mehr als 2013 und 3,6 Millionen mehr als 1994. Gezählt werden nicht die Personen, sondern sogenannte Behandlungsfälle.

 

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz führt die wachsende Zahl der Patienten auf den demografischen Wandel zurück: »Es sind immer mehr Alte und damit immer die gleichen«, sagte Stiftungsvorstand Eugen Brysch der Nachrichtenagentur dpa.

 

Rund 875 900 volle Personalstellen gab es 2014 in den Kliniken. Knapp 151 000 gehörten zum ärztlichen Dienst (plus 2,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr), 725 200 zum nichtärztlichen Dienst (plus 3,1 Prozent), darunter 318 800 im Pflegedienst (plus 0,8 Prozent). Die Bettenzahl hat sich im Jahresvergleich kaum verändert: 2014 betrug sie 500 700. /

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