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20.08.2013  17:50 Uhr

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Sildenafil-Absatz verdreifacht
PZ / Erst vor wenigen Wochen ist der Patentschutz für Sildenafil (Viagra®) ausgelaufen – der Absatz des Potenzmittels ist seitdem jedoch bereits explodiert. Laut dem Marktforschungsunternehmen Insight Health wurde der Wirkstoff seit Ende Juni rund dreimal häufiger abgegeben als zuvor. Auch insgesamt habe sich der Markt der Phosphodiesterase-(PDE)-5-Hemmer um 20 Prozent ausgeweitet, so das Unternehmen. Die hohe Absatzmenge führte Insight Health zufolge dazu, dass der Umsatz mit Sildenafil insgesamt konstant geblieben ist, obwohl das Mittel nun in Form von 22 Generika weitaus kostengünstiger zu haben ist. Der Marktforscher teilte mit, dass inzwischen 90 Prozent der abgegebenen Sildenafil-Präparate Generika sind. Außer diesem Wirkstoff sind in Deutschland noch zwei weitere PDE5-Hemmer auf dem Markt: Tadalafil und Vardenafil. Insgesamt ist jedoch jedes zweite abgegebene Medikament gegen erektile Dysfunktion Sildenafil.

 

Gesundheitspolitik: Gut statt günstig?
PZ / Gesundheitspolitikern geht es hauptsächlich ums Sparen und weniger um optimale Versorgung. Das glaubt zumindest ein Großteil der Deutschen, wie eine aktuelle Umfrage des Marktforschungsinstituts Forsa im Auftrag der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände ergab, für die 1000 Deutsche befragt wurden. Demnach glauben 71 Prozent der Teilnehmer, dass die derzeitige Gesundheitspolitik vor allem eine möglichst kostensparende Versorgung zum Ziel hat. Nur 25 Prozent der Umfrageteilnehmer sind der Meinung, dass die bestmögliche medizinische Versorgung den höchsten Stellenwert für die Politik hat. Die unter 30-Jährigen glaubten dies mit 8 Prozent noch eher als die älteren Umfrageteilnehmer.

 

Ärztehonorare deutlich gestiegen
dpa / Niedergelassene Ärzte haben im Laufe der vergangenen Jahre deutlich mehr eingenommen, allerdings mussten sie für Praxis und Personal nach jüngsten Erhebungen des Statistischen Bundesamtes auch mehr ausgeben. Im Vergleich kassierte eine Praxis 2011 mit 483 000 Euro 21 Prozent mehr als noch 2007, teilt das Statistische Bundesamt in einer neuen Fachstudie mit. Laut Statistik lag der Reinertrag jedes Mediziners 2011 bei durchschnittlich 13 833 Euro pro Monat und Arzt oder bei 234 000 Euro pro Jahr und Praxis. Vier Jahre zuvor waren es 11 833 Euro (193 000 pro Jahr/Praxis) gewesen. Dabei handelt es sich um Einnahmen abzüglich der Kosten der Praxis und der Gehälter, aber vor Steuern und Versicherungen. Eine Praxis war 2011 allerdings auch um einiges teurer als in den Jahren zuvor: »Die Aufwendungen je Arztpraxis sind im gleichen Zeitraum um rund 21 Prozent auf 249 000 Euro gestiegen«, heißt es in der Fachstudie des Bundesamtes in Wiesbaden. Laut Statistik muss vom Reinertrag auch die Ablösesumme für den vorherigen Praxisinhaber abgezogen werden. Laut Statistik, die unter mehr als 4000 Arztpraxen erhoben wurde, konnten vom Anstieg der Honorare so gut wie alle Ärztegruppen profitieren, wenn auch unterschiedlich stark. /

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