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HPV-Impfung nicht als Therapie

21.08.2007
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HPV-Impfung nicht als Therapie

PZ / Eine Infektion mit humanen Papillomaviren (HPV) lässt sich nicht durch eine Impfung zurückdrängen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Dr. Allan Hildesheim vom National Cancer Institute im amerikanischen Maryland und seinen Kollegen in der Fachzeitschrift »JAMA« (Band 298 (7), Seite 743 bis 753). Papillomaviren werden beim Geschlechtsverkehr übertragen und können Gebärmutterhalskrebs auslösen. An der Studie nahmen 2189 Frauen mit einem HPV-positiven Zervixabstrich teil. Die Hälfte der Probandinnen wurde in drei Dosen gegen HPV geimpft, die andere Hälfte zur Kontrolle gegen Hepatitis-A-Viren. Nach sechs Monaten war der Zervixabstrich bei 33,4 Prozent der Test- und bei 31,6 Prozent der Vergleichsgruppe HPV-negativ. Auch die Ergebnisse nach zwölf Monaten zeigten keinen signifikanten Unterschied und bestätigen die Empfehlung der Ständigen Impfkommission. Demnach sollen alle Mädchen zwischen 12 und 17 Jahren gegen HPV geimpft werden, und zwar vor dem ersten Geschlechtsverkehr.

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