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16.08.2017
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Kein Fipronil in Impfstoffen aus Eiern

 

PZ / Nach Funden des Insektizids Fipronil in Hühnereiern gibt das Paul-Ehrlich-­Institut (PEI) Entwarnung hinsichtlich Impfstoffen. Es sei nicht davon auszugehen, dass es nach der Verabreichung von Impfstoffen, die unter Verwendung von Hühnereiern hergestellt wurden, zu einer Gefährdung durch Fipronil kommt, so das PEI. In der Impfstoffproduktion kommen Hühnereier etwa bei der Herstellung von Grippeimpfstoffen zum Einsatz. Diese Eier stammen jedoch nicht aus den üblichen Hühnerbetrieben, in denen Eier für den Verzehr produziert werden, sondern von speziellen Zuchtbetrieben. Für diese gelten besondere Qualitätsanforderungen, die streng überwacht werden. Nach der Anzucht in Eiern werden die Impfviren isoliert und in mehreren Schritten aufgereinigt, teilt das PEI mit. Dieser aufwendige Prozess sei so effektiv, dass höchstens noch Spuren von Hühnereiweiß im Impfstoff enthalten sind und auch andere mögliche Verunreinigungen dabei entfernt werden. In der fertigen Vakzine darf nach Vorgaben des Europäischen Arzneibuchs maximal 1 µg Hühnereiweiß pro Impfdosis nachweisbar sein.

 

Zahl der Magenkrebsfälle sinkt stark

 

PZ / Die Zahl der Magenkrebs-Erkrankungen ist seit Jahrzehnten stark rückläufig, berichtet das Zentrum für Krebsregisterdaten (ZfKD) im Robert-Koch-Institut in Berlin. Im Jahr 2013 erkrankten in Deutschland etwa 15 600 Menschen an Magenkrebs – etwa halb so viele wie noch 40 Jahre zuvor. Die Zahl der Sterbefälle ging in diesem Zeitraum sogar auf etwa ein Drittel (9622 Fälle) zurück. Sowohl in Deutschland als auch weltweit gehört Magenkrebs zu den Krebsarten mit der derzeit am stärksten sinkenden Sterblichkeit. Seit mehr als zehn Jahren gehen die Sterberaten durchschnittlich um mehr als 3 Prozent pro Jahr zurück. Für den Trend sind laut ZfKD vor allem zwei Faktoren verantwortlich: bessere Kühlung von Lebensmitteln und der Rückgang des Bakteriums Helicobacter pylori. Seine Verbreitung hat in einigen Regionen durch verbesserte Hygienestandards deutlich abgenommen. Durch verbesserte Kühlmöglichkeiten von Lebensmitteln verloren zudem andere Konservierungsmethoden wie Räuchern oder Pökeln an Bedeutung, die durch die Entstehung von krebserregenden Stoffen wie Nitrosaminen das Magenkrebsrisiko erhöhen. /

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