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»Gesundheit wählen«

SPD steht zur Apotheke vor Ort

06.08.2013
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Von Ev Tebroke /  Der Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Frank-Walter Steinmeier, bekennt sich im Rahmen der ABDA- Kampagne »Gesundheit wählen« zur inhabergeführten Apotheke.

Wie bereits einige andere Politiker in ihren jeweiligen Wahlkreisen hat Steinmeier auf Fragen geantwortet, die ein Apotheker seines Wahlkreises (Brandenburg an der Havel, Potsdam Mittelmark I, Havelland III und Teltow-Fläming I) an ihn gerichtet hatte.

Zukünftige Schlüsselrolle

 

Auf die Frage, welche Erwartungen Steinmeier im Zuge der demografischen Veränderungen an die Apotheken hätte, antwortete dieser: »Die öffentliche Apotheke ist kein Auslaufmodell und kann es auch niemals sein, wenn die Bevölkerung weiterhin qualitativ hochwertig, flächendeckend und zeitnah mit Arzneimitteln versorgt werden soll.« Insbesondere vor dem Hintergrund der wachsenden Probleme bei der flächendeckenden Hausarztversorgung käme dem Apotheker in Zukunft eine »Schlüsselrolle in der medizinischen Versorgung zu«. Nach Ansicht des SPD-Politikers sind Apotheker die »ausgewiesenen Fachleute« für alle Fragen rund um die Arzneimitteltherapie.

 

Bei der Suche nach Lösungen für die Gewährleistung einer flächendeckenden Versorgung der Patienten sei der SPD daran gelegen, auch die berechtigten Interessen der Apotheker nach langfristigen Perspektiven für ihren Beruf zu berücksichtigen. »Dabei haben wir keine Vorfestlegungen getroffen«, so Steinmeier. Generell habe die Sicherstellung dieser flächendeckenden Versorgung aber immer Priorität »und nicht die überkommene Aufgabenteilung der an der Versorgung beteiligten Akteure«. Unter diesen Voraussetzungen müssten Ärzte, Krankenhäuser und Apotheken die Möglichkeit haben, ihre medizinische Kompetenz zum bestmöglichen Nutzen der Patientinnen und Patienten einsetzen zu können, heißt es in dem Antwortschreiben.

 

Bessere Vergütung

 

Was die Frage nach einer zukünftigen angemessenen Honorierung angeht, so setze sich die SPD für eine leistungsgerechte Vergütung ein. Statt einer generellen wirtschaftlichen Bedrohung aller Apotheken sehe Steinmeier derzeit aber eher das Problem einer wachsenden regionalen Ungleichheit. Deshalb gelte es vor allem, die Apotheken in strukturschwachen Gebieten zu erhalten. Die SPD befürworte eine Anhebung der Honorare für Notdienste in ländlichen Gebieten. Darüber hinaus setze sich die Partei für eine bessere Vergütung von besonderen Serviceleistungen ein, wie beispielsweise die Zubereitung von speziellen Rezepturen. Auch die Abgabe von Betäubungsmitteln soll laut Steinmeier besser bezahlt werden. /

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