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09.08.2011  16:17 Uhr

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Mehrwertsteuer

 

PZ / Auch im vergangenen Jahr hat der Staat mehr Geld an Arzneimitteln verdient als die Apotheker. Nach Zahlen des Deutschen Apothekerverbandes mussten die Versicherten im Jahr 2010 4,57 Milliarden Euro Mehrwertsteuer auf Arzneimittel bezahlen. Das sind 110 Millionen Euro mehr als die Vergütung der Apotheken. Die 4,46 Milliarden Euro Apothekenhonorar machten 2,5 Prozent der Gesamtausgaben der Gesetzlichen Krankenversicherung aus. Davon leben 21 441 selbstständige Apotheker und 147 827 angestellte Mitarbeiter. »Apotheken gehören zu den kleinen Ausgabenposten der Krankenkassen, leisten aber einen erheblichen Beitrag zur Gesundheit der Menschen in Deutschland«, sagt DAV-Vorsitzender Fritz Becker. Die Arzneimittelversorgung wird von 2,5 Prozent der GKV-Ausgaben bezahlt.

 

Teure Non-Compliance

 

PZ / Mangelnde Therapietreue ist für die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) teuer. Die direkten Kosten der Non-Compliance, etwa durch Krankenhauseinweisungen, werden laut ABDA auf jährlich mehrere Milliarden Euro geschätzt. Jeder zweite Patient nimmt seine Medikamente bei einer Langzeittherapie nicht wie vorgesehen ein. ABDA-Vizepräsident Friedemann Schmidt sieht hier die Heilberufe in der Pflicht: »Arzt und Apotheker können gemeinsam die Compliance ihrer Patienten verbessern und so dazu beitragen, dass die Kassen Geld sparen.«

 

EGK: Mehr Akzeptanz

 

Die elektronische Gesundheitskarte (EGK) findet laut einer Umfrage des IT-Verbands Bitkom immer mehr Zustimmung. Die Vorteile würden von vielen Menschen erkannt. Inzwischen begrüßten 70 Prozent aller Bundesbürger die Einführung der EGK. Im Jahr 2009 waren es 59 Prozent. Während rund 80 Prozent der unter 30-Jährigen die Karte wünschten, gebe es unter den Bürgern ab 65 Jahren immerhin eine Mehrheit von 55 Prozent.

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