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Managementkongress

Erfolgreich allein oder gemeinsam stark

07.08.2007  18:15 Uhr

Managementkongress

Erfolgreich allein oder gemeinsam stark

Von Daniel Rücker

 

Der Managementkongress von Pharmazeutischer Zeitung und Lauer Fischer findet vom 6. bis 10. November auf Mallorca statt. Ein Schwerpunkt der Veranstaltung sind aktuelle Markttrends und ihre Konsequenzen für die eigene Apotheke.

 

Seit einigen Jahren ist die Apothekenlandschaft im Wandel. Die Zahl derer, die in einer Kooperation das Glück suchen, ist vor allem nach dem GKV-Modernisierungsgesetz 2004 gestiegen. Dabei birgt freilich nicht jede Zusammenarbeit Synergien und nicht jeder Apothekenleiter möchte seine Individualität zur Disposition stellen.

 

Wer in die Zukunft der Arzneimittelversorgung schauen will, der sollte sich zuerst einmal bei unseren Nachbarn umsehen. Denn einiges, was in den europäischen Nachbarstaaten bereits Realität ist, wird sich womöglich in den nächsten Jahren auch in Deutschland durchsetzen. Anderes wird bestenfalls als abschreckendes Beispiel taugen. Regelmäßig über den Zaun blickt der PZ-Autor Patrick Hollstein. Vor allem in den osteuropäischen Apothekenmärkten kennen sich nur wenige Experten so gut aus wie der Geschäftsführer von El Pato. Im Eröffnungsvortrag des Managementkongresses wird Hollstein eine Übersicht über europäische Apothekenlandschaften geben.

 

Über die Marktsituation bei uns berichtet Volkswirt Klaus Hölzel, Chef des Apotheken-Management-Institutes. Er stellt auf Mallorca die Kooperationen in Deutschland mit ihren Stärken und Schwächen vor. Apotheker, die bislang noch Einzelkämpfer sind, bekommen hier wertvolle Informationen, ob und welche Partner sie sich suchen sollen &#8211 oder eben nicht. Der Berliner Apotheker Stefan Rudolph hat diese Entscheidung bereits getroffen. Er berichtet über seine Erfahrungen beim Aufbau einer kleineren Kooperation mit rund 50 Mitgliedern.

 

Von Apothekern für Apotheker

 

Aber auch Apotheker, die in keine Apothekenkooperation eintreten wollen, können von den Ideen ihrer Kollegen profitieren. Mittlerweile gibt es verschiedene von Apothekern entwickelte Präventionsangebote, die andere Apotheker übernehmen können.

 

Dr. Christian Gerninghaus von der Sonnen-Apotheke in Schlitz stellt das Präventionsprogramm FitFactory vor. Er belegt auch, dass Krankenkassen solche Angebote durchaus honorieren. Über den Hessischen Apothekerverband hat er einen Vertrag mit der Barmer Ersatzkasse abgeschlossen.

 

Das Sport- und Ernährungsprogramm Balance stellt der Apotheker Dr. Chalid Ashry vor. Das Programm wendet sich an Diabetiker, die sich in ein Disease-Managementprogramm eingeschrieben haben. Ziel von Balance ist es, den Gesundheitszustand von Diabetikern über Sport und Ernährung zu verbessern oder stabilisieren. Auch dieses Programm stößt bei den Krankenkassen bereits auf Sympathie. Der hessische BKK-Landesverband hat zum 1. Juli einen Rahmenvertrag unterzeichnet.

 

Mittlerweile gibt es in Deutschland rund 2000 Filial-Apotheken. Dabei belassen es die meisten Apotheker, die diesen Schritt tun, bei einer Filiale. Über seine eigenen Erfahrungen mit der Filialisierung berichtet beim Managementkongress der Niersteiner Apotheker Jens Wiegland.

 

Zusätzlich zu diesen persönlichen und individuellen Erfahrungen informieren in drei weiteren Vorträgen drei ausgewiesene Experten über weitere Probleme von Apothekern mit Filialen. So berichtet Marc Müller von der European Tax and Law über steuerliche Aspekte der Filialisierung, Rechtsanwalt Dr. Uwe Schlegel gibt Tipps zum Arbeitsrecht.

 

Je größer ein Betrieb ist, desto mehr kann der Chef beim Einsatz des Personals falsch machen. Immerhin ist er nicht mehr ausschließlich auf Zettel, Pinnwände und sein Gedächtnis angewiesen. Dr. Karsten Eppert von der ARZ Service GmbH zeigt in seinem Vortrag, wie die EDV dem Apotheker das Personalmanagement erleichtert.

 

Der Managementkongress von PZ und Lauer Fischer findet vom 6. bis 10. November im Dorint Sofitel Royal Golfresort & Spa in Camp de Mar Mallorca statt. Das ausführliche Programm finden Sie in der Druckausgabe. Details über den gesundheitspolitischen Teil der Veranstaltung lesen Sie  PZ 31/2007.

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