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Strahlenschutz

Amt warnt vor häufigem Röntgen

03.08.2010
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dpa / Patienten in Deutschland werden nach Angaben des Bundesamts für Strahlenschutz (BfS) im internationalen Vergleich zu oft geröntgt. Die Strahlenbelastung pro Untersuchung sei zwar zurückgegangen und solle weiter gesenkt werden, jedoch gebe es noch zu viele unnötige Untersuchungen, sagte BfS-Sprecherin Anja Schulte-Lutz.

 

Vor allem die Zahl der besonders belastenden Computertomografien (CT) sei rasant nach oben gegangen. »Es wird nicht genug hinterfragt: Ist das wirklich notwendig? Gibt es auch alternative Untersuchungsmethoden?«, meinte Schulte-Lutz. In Deutschland wurden 2008 laut Statistik auf 1000 Menschen 130 CT-Untersuchungen vorgenommen, 2006 waren es noch 110. In fast allen anderen europä­ischen Ländern werde die Untersuchung seltener vorgenommen, erklärte sie. In den USA und Japan wird den Angaben zufolge jedoch noch mehr geröntgt als in der Bundesrepublik. »Vor allem weil die CT-Untersuchungen zunehmen, ist das Strahlenrisiko der Patienten insgesamt höher«, sagte Schulte-Lutz.

Bei der einzelnen Untersuchung aber ging es seit 2003 im Schnitt um 30 bis 50 Prozent zurück, egal ob bei der CT oder der herkömmlichen Röntgenuntersuchung. Das Personal sei inzwischen besser geschult und könne mit weniger Strahlenbelastung gute Aufnahmen selbst mit älteren Geräten machen, begründete Schulte-Lutz diesen Trend.

 

Das BfS habe deshalb den diagnostischen Referenzwert um ebenfalls 30 bis 50 Prozent gesenkt. Er legt die Strahlendosis fest, die für eine bestimmte Röntgenuntersuchung im Durchschnitt nicht überschritten werden soll. Da Röntgenstrahlen für die Gesundheit aber immer eine Belastung seien, müsse noch härter daran gearbeitet werden, den Referenzwert weiter zu verringern, betonte die Sprecherin. Kliniken und Praxen, deren Strahlendosis höher ist, sollen von den zuständigen ärztlichen Stellen Hilfen angeboten bekommen. Sie machten Vorschläge, wie die Strahlenbelastung noch weiter reduziert werden könne, erklärte Schulte-Lutz. /

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